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Spanien und Gibraltar bereiten die Demontage des Grenzzauns „Verja“ am 15. Juli vor

Juli 12, 2026
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Spanien und Gibraltar bereiten die Demontage des Grenzzauns „Verja“ am 15. Juli vor
Das spanische Außenministerium hat bestätigt, dass der symbolische „Verja“-Zaun, der La Línea de la Concepción von Gibraltar trennt, am Montag, den 13. Juli, abgebaut wird – zwei Tage bevor der EU-UK-Vertrag zur Schengen-Integration Gibraltars in Brüssel unterzeichnet wird. Außenminister José Manuel Albares wird lokale Bürgermeister, Gewerkschaftsvertreter und Wirtschaftsverbände an der Grenze zu einer sogenannten „Abrissaktion“ empfangen, die eine neue Ära reibungsloser Mobilität für die 14.000 Grenzgänger einläuten soll, die täglich pendeln.

Laut dem Vertragsentwurf wird Gibraltar dem Schengen-Außengrenzregime beitreten, wobei Spanien als verantwortlicher Mitgliedstaat fungiert. Die Passkontrollen verlagern sich vom Landgrenzübergang zum Hafen und Flughafen Gibraltars, sodass Reisende den Isthmus künftig ohne routinemäßige Kontrollen zu Fuß oder mit dem Auto passieren können – ein Novum seit Errichtung des Zauns im Jahr 1910, der unter Franco 1969 verstärkt wurde.

Für Unternehmen auf beiden Seiten wird erwartet, dass sich die Wartezeiten, die zu Spitzenzeiten oft 45 Minuten erreichen, deutlich verkürzen und Geschäftsreisen am selben Tag zwischen der Costa del Sol und Gibraltars wachsendem Fintech-Sektor erleichtert werden. Das Abkommen sieht zudem gemeinsame Polizei- und Zollkontrollen im Flughafenterminal Gibraltars vor, angelehnt an die isländisch-schengenischen Regelungen am Flughafen Keflavík.

Spanien und Gibraltar bereiten die Demontage des Grenzzauns „Verja“ am 15. Juli vor


Spanische und gibraltarische Behörden führen seit Mai technische Simulationen durch, um sicherzustellen, dass biometrische Daten, die am Flughafen erfasst werden, in Echtzeit mit der spanischen Guardia Civil und dem EU-Einreise-/Ausreisesystem geteilt werden können. Laut der Vereinigung spanischer Unternehmen in Gibraltar könnte die Entfernung der physischen Barriere den bilateralen Dienstleistungshandel um bis zu 300 Millionen Euro jährlich steigern.

Die praktischen Änderungen für Reisende treten sofort in Kraft: Ab dem 15. Juli können EU- und britische Staatsbürger die E-Gates auf beiden Seiten der Grenze nutzen. Drittstaatsangehörige mit Schengen-Visum passieren die Einreise künftig am Flughafen Gibraltar statt am Zaun. Die Junta de Andalucía hat bereits zusätzliche Fernbusverbindungen zwischen Málaga, Algeciras und Gibraltar angekündigt, um den erwarteten Anstieg des Passagieraufkommens zu bewältigen.

Für multinationale Unternehmen mit Mitarbeitern in Südspanien oder Gibraltar sollten die Personalabteilungen ihre Mobilitätsrichtlinien an den neuen Einreisepunkt anpassen, die Mitarbeiter an die Schengen-weit geltende 90/180-Tage-Regel für Aufenthalte in Gibraltar erinnern und Unternehmensversicherungen überprüfen, die das Gebiet bislang als „außerhalb der EU“ klassifizieren.
Quelle: Cadena SER / AS (combined)

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