
Genau zwölf Monate sind vergangen, seit Polen die temporären Kontrollen an seiner Grenze zu Deutschland wieder eingeführt hat. Die Seebehörde der Grenzpolizei hat nun einen ausführlichen Jubiläumsbericht veröffentlicht. Zwischen Juli 2025 und Juli 2026 wurden allein im westpommerschen Grenzabschnitt mehr als 1,1 Millionen Reisende und 520.000 Fahrzeuge kontrolliert. Dabei wurden 165 Einreiseverweigerungen ausgesprochen – überwiegend gegen Staatsangehörige aus der Ukraine, Syrien, Indien und Russland, die entweder keine Visa vorweisen konnten oder sich zuvor im Schengen-Raum unerlaubt aufgehalten hatten.
Im gleichen Zeitraum wurden 35 mutmaßliche Organisatoren oder Helfer irregulärer Migration festgenommen, die 115 Migranten – vor allem aus Afghanistan, Somalia und Sudan – bei der Einreise oder Durchreise durch Polen unterstützt haben sollen. In den schwerwiegendsten Fällen ordneten die Gerichte Untersuchungshaft an, andere Verdächtige wurden unter polizeiliche Aufsicht gestellt oder es wurden Vermögenswerte beschlagnahmt. Migranten, die bei illegalen Grenzübertritten erwischt wurden, wurden entweder im Rahmen bilateraler Abkommen nach Litauen zurückgeführt oder erhielten Rückkehrbescheide mit mehrjährigen Wiedereinreiseverboten für den Schengen-Raum.
Die einjährige Datenerhebung liefert der Politik Argumente, um in Brüssel auf die von Warschau als „Sicherheitsüberlauf“ durch den hybriden Druck an der belarussischen Grenze bezeichnete Situation aufmerksam zu machen. Das Innenministerium betont, dass ohne die Wiedereinführung der Kontrollen viele der abgewiesenen Personen unbemerkt weiter nach Westen gereist wären, was die Migrationsdebatte in Deutschland und darüber hinaus weiter angeheizt hätte.
Für exportorientierte Unternehmen aus Szczecin, Gorzów und der weiteren Oder-Region bedeuten die Zahlen konkrete Kosten. Spediteure berichten von durchschnittlichen Wartezeiten von 30 bis 45 Minuten pro Lkw in Spitzenzeiten – für Privatreisende kaum spürbar, für Just-in-Time-Lieferketten jedoch erheblich. Einige Logistikunternehmen haben daher ihre Transportwege über tschechische oder baltische Korridore verlegt, während Hersteller mit deutschen Just-in-Sequence-Verpflichtungen Sicherheitsbestände in lokalen Lagern aufgebaut haben.
Mit Blick auf die Zukunft deuten Behörden an, dass mit der vollständigen Harmonisierung des EU-Ein- und Ausreisesystems an den Binnengrenzen – geplant für Ende 2026 – manuelle Stichprobenkontrollen möglicherweise reduziert werden könnten. Bis dahin sollten Unternehmen weiterhin Notfallpläne bereithalten und die täglichen Hinweise der regionalen Grenzpolizeidienststellen aufmerksam verfolgen.
Im gleichen Zeitraum wurden 35 mutmaßliche Organisatoren oder Helfer irregulärer Migration festgenommen, die 115 Migranten – vor allem aus Afghanistan, Somalia und Sudan – bei der Einreise oder Durchreise durch Polen unterstützt haben sollen. In den schwerwiegendsten Fällen ordneten die Gerichte Untersuchungshaft an, andere Verdächtige wurden unter polizeiliche Aufsicht gestellt oder es wurden Vermögenswerte beschlagnahmt. Migranten, die bei illegalen Grenzübertritten erwischt wurden, wurden entweder im Rahmen bilateraler Abkommen nach Litauen zurückgeführt oder erhielten Rückkehrbescheide mit mehrjährigen Wiedereinreiseverboten für den Schengen-Raum.
Die einjährige Datenerhebung liefert der Politik Argumente, um in Brüssel auf die von Warschau als „Sicherheitsüberlauf“ durch den hybriden Druck an der belarussischen Grenze bezeichnete Situation aufmerksam zu machen. Das Innenministerium betont, dass ohne die Wiedereinführung der Kontrollen viele der abgewiesenen Personen unbemerkt weiter nach Westen gereist wären, was die Migrationsdebatte in Deutschland und darüber hinaus weiter angeheizt hätte.
Für exportorientierte Unternehmen aus Szczecin, Gorzów und der weiteren Oder-Region bedeuten die Zahlen konkrete Kosten. Spediteure berichten von durchschnittlichen Wartezeiten von 30 bis 45 Minuten pro Lkw in Spitzenzeiten – für Privatreisende kaum spürbar, für Just-in-Time-Lieferketten jedoch erheblich. Einige Logistikunternehmen haben daher ihre Transportwege über tschechische oder baltische Korridore verlegt, während Hersteller mit deutschen Just-in-Sequence-Verpflichtungen Sicherheitsbestände in lokalen Lagern aufgebaut haben.
Mit Blick auf die Zukunft deuten Behörden an, dass mit der vollständigen Harmonisierung des EU-Ein- und Ausreisesystems an den Binnengrenzen – geplant für Ende 2026 – manuelle Stichprobenkontrollen möglicherweise reduziert werden könnten. Bis dahin sollten Unternehmen weiterhin Notfallpläne bereithalten und die täglichen Hinweise der regionalen Grenzpolizeidienststellen aufmerksam verfolgen.
Quelle: 24Kurier
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