
In einem Urteil vom 17. Juli 2026 hat das Delhi High Court die Ausschreibung des Außenministeriums über 1.200 Crore Rupien für die Auslagerung von Pass-, Visa- und Konsulardiensten in Australien, Singapur, den VAE und Kuwait aufgehoben. Zwei unterlegene Bieter – E Trav Tech und Verasys – überzeugten das Gericht davon, dass der Bewertungsprozess undurchsichtig war und die Gründe für technische Disqualifikationen nicht dokumentiert wurden. Die Entscheidung hat sofortige operative Folgen. VFS Global, der derzeitige Dienstleister in Australien, hatte bereits am 1. Juli die Annahme neuer indischer Pass- und Visaanträge ausgesetzt, nachdem die Hochkommission in Canberra vor einem „Ausschreibungsstreit“ gewarnt hatte. Das Urteil vom Freitag verlängert diese Aussetzung, bis neue Angebote vergeben werden – was voraussichtlich mehrere Monate dauern wird. Ähnliche Unterbrechungen werden an der indischen Hochkommission in Singapur erwartet, wo täglich regelmäßig über 1.000 Anträge eingehen. Für indische Staatsbürger im Ausland ist die Störung spürbar: Studierende, die auf Passverlängerungen für die Einschreibung an Universitäten warten, und Fachkräfte, die polizeiliche Führungszeugnisse benötigen, stehen unter Zeitdruck. Ein Antragsteller in Sydney berichtete dem Business Standard, er sei nach Indien geflogen, um seine biometrischen Daten abzugeben, um nicht das Risiko eines 60-tägigen Ablaufs der Einladung für die australische Daueraufenthaltsgenehmigung einzugehen. Manager für Unternehmensmobilität sollten alternative Wege in Betracht ziehen – etwa Anträge bei FRROs während Heimaturlauben – und Notfallreisen einplanen. Strategisch zeigt das Urteil, wie wichtig eine transparente Beschaffungssteuerung für kritische Mobilitätsdienste ist. Die Forderung des Gerichts nach dokumentierten Bewertungskriterien wird künftige Ausschreibungen des Außenministeriums für Nordamerika und Europa im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026-27 beeinflussen. Anbieter müssen ihre Transparenz erhöhen, während HR-Teams die Webseiten der Botschaften auf kurzfristige Änderungen im Bearbeitungsprozess aufmerksam beobachten sollten.
Quelle: Business Standard
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