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Achtstündiger nationaler Flughafenstreik legt Hunderte Flüge in ganz Italien lahm

Juli 20, 2026
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Achtstündiger nationaler Flughafenstreik legt Hunderte Flüge in ganz Italien lahm
Italiens Hauptreisezeit im Hochsommer wurde am 19. Juli hart getroffen, als Bodenpersonal und Check-in-Mitarbeiter an Flughäfen im ganzen Land von 10:00 bis 18:00 Uhr die Arbeit niederlegten. Laut Verbraucherorganisation Codacons waren bis zu 250.000 Passagiere von Ausfällen bedroht, da mehr als 1.000 Flüge gestrichen oder stark umgeplant wurden. Allein ITA Airways strich vorsorglich 133 Flüge, während Gewerkschaften auch Streiks bei Malta Air (Ryanairs italienischer Betreiber) und den Cockpit-Crews von Vueling bestätigten.

Der Streik ist Teil eines langwierigen Tarifkonflikts: Die Mitarbeiter beklagen, dass ihr nationaler Tarifvertrag seit sechs Jahren abgelaufen ist. Die Gewerkschaften Filt-CGIL, FIT-CISL, UILTrasporti und UGL TA werfen den Arbeitgebern vor, „Sommerreisende als Geiseln zu nehmen“, betonen aber, dass Arbeitskampfmaßnahmen das letzte Mittel seien. Verkehrsminister Matteo Salvini griff letzte Woche ein, um einen separaten Bahnstreik zu halbieren; die Gewerkschaften kritisierten diese Entscheidung scharf und kündigten eine Eskalation an, falls die Verhandlungen stocken.

Achtstündiger nationaler Flughafenstreik legt Hunderte Flüge in ganz Italien lahm


Operativ fielen am Flughafen Palermo Falcone-Borsellino 34 Flüge aus, in Neapel 118 und an sardischen Flughäfen rund 50. Internationale Drehkreuze wie Rom-Fiumicino und Mailand-Malpensa meldeten trotz Mindestservice-Garantien der Luftfahrtbehörde ENAC lange Warteschlangen an Sicherheitskontrollen und Umbuchungsschaltern. Geschäftsreisende wurden geraten, die Apps der Airlines regelmäßig zu prüfen und auf Strecken wie Rom–Mailand, wo der Hochgeschwindigkeitszug normal fuhr, auf die Bahn auszuweichen.

Mit rund 5 Millionen Flugpassagieren pro Woche im Juli hat der Streik erhebliche wirtschaftliche Folgen. Airlines drohen Entschädigungszahlungen nach EU-Verordnung 261, Hotels berichten von kurzfristigen Absagen. Multinationale Unternehmen mit zeitkritischen Terminen in Italien werden aufgefordert, Pufferzeiten einzuplanen oder auf virtuelle Meetings umzusteigen. Der Streik stellte auch die neuen multimodalen Notfallpläne der ENAC auf die Probe, die nach dem Chaos im Juli letzten Jahres entwickelt wurden, und zeigte Defizite bei der koordinierten Passagierbetreuung an Regionalflughäfen auf.
Quelle: La Sicilia

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