
Der Flughafen Brüssel (BRU) steht erneut im Fokus, nachdem Passagiere, die Belgien nach dem zweiten Tomorrowland-Festivalwochenende am 30. Juli 2026 verlassen wollten, von stundenlangen Verzögerungen und chaotischen Abläufen berichteten. Ein viraler Beitrag im r/Tomorrowland-Forum beschrieb, wie sich die Warteschlangen für Reisende mit Nicht-EU-Pässen „bis in die nächste Woche“ erstreckten, während Abreisende ohne aufgegebenes Gepäck blieben, da die Gepäckförderbänder ausfielen. Augenzeugen schätzten eine dreistündige Wartezeit bei der Passkontrolle, während das Flughafenpersonal „keinen Schimmer hatte, was vor sich ging“.
Die operative Überlastung fällt in die geschäftigste Zeit des Jahres für den Flughafen. Tomorrowland bringt mehr als 400.000 Besucher nach Brüssel, von denen 40 % während einer vier Tage andauernden Abreisewelle den Flughafen passieren. Die zusätzlichen Flüge – viele davon als Charterflüge im Rahmen von Festivalreisen – kommen zu BRUs Rekord-Sommersaison mit 5,2 Millionen Passagieren hinzu. Die Grenzpolizei, die bereits mit der Umsetzung des neuen EU-Einreise-/Ausreisesystems (EES) und begrenzten biometrischen Terminals kämpft, musste die meisten Drittstaatsangehörigen während der Abreise von Montag bis Mittwoch durch nur vier besetzte Schalter leiten.
Die Gepäckprobleme verschärften die Situation zusätzlich. Der Bodenabfertiger Aviapartner erlitt kurz nach 09:00 Uhr MESZ einen IT-Ausfall im Abgleichsystem, der das Beladen der Förderbänder für zwei Stunden stoppte. Fluggesellschaften mussten entweder Abflugzeiten verschieben oder Flüge ohne Gepäck starten lassen – Hunderte Koffer blieben zurück. Brussels Airlines bestätigte, dass bei mindestens fünf Mittelstreckenflügen Gepäck ausgeladen werden musste und versprach eine Weiterleitung noch am selben Tag „sofern möglich“.
Für Geschäftsreisende ist der Vorfall eine Erinnerung daran, dass BRU weiterhin keine ausreichende Kapazität für Spitzenbelastungen hat. Während der Flughafen in Passagiererlebnisse investiert hat – etwa mit Live-DJ-Sets im Gate-Bereich zur Begrüßung der Festivalbesucher – kritisieren Branchenverbände, dass die Kernprozesse unterbesetzt sind. Der belgische Arbeitgeberverband hat die Bundesregierung wiederholt gewarnt, dass die Personalstärke bei Bundespolizei und Zoll vor dem Start von EES und ETIAS im Jahr 2027 um mindestens 25 % erhöht werden muss.
Praktischer Tipp: Unternehmen sollten für Reisen nach Veranstaltungen am BRU bis Ende August einen Puffer von drei Stunden einplanen. Reisende mit engen Anschlussverbindungen könnten schneller über Amsterdam-Schiphol oder Paris-Charles-de-Gaulle fliegen und von dort mit dem Zug nach Brüssel weiterreisen. Wer am BRU abfliegen muss, sollte spätestens drei Stunden vor einem EU-Flug und vier Stunden vor einem Langstreckenflug am Flughafen sein, den Online-Check-in nutzen und in Erwägung ziehen, für 10 € den Fast Lane Sicherheitskanal zu buchen.
Die operative Überlastung fällt in die geschäftigste Zeit des Jahres für den Flughafen. Tomorrowland bringt mehr als 400.000 Besucher nach Brüssel, von denen 40 % während einer vier Tage andauernden Abreisewelle den Flughafen passieren. Die zusätzlichen Flüge – viele davon als Charterflüge im Rahmen von Festivalreisen – kommen zu BRUs Rekord-Sommersaison mit 5,2 Millionen Passagieren hinzu. Die Grenzpolizei, die bereits mit der Umsetzung des neuen EU-Einreise-/Ausreisesystems (EES) und begrenzten biometrischen Terminals kämpft, musste die meisten Drittstaatsangehörigen während der Abreise von Montag bis Mittwoch durch nur vier besetzte Schalter leiten.
Die Gepäckprobleme verschärften die Situation zusätzlich. Der Bodenabfertiger Aviapartner erlitt kurz nach 09:00 Uhr MESZ einen IT-Ausfall im Abgleichsystem, der das Beladen der Förderbänder für zwei Stunden stoppte. Fluggesellschaften mussten entweder Abflugzeiten verschieben oder Flüge ohne Gepäck starten lassen – Hunderte Koffer blieben zurück. Brussels Airlines bestätigte, dass bei mindestens fünf Mittelstreckenflügen Gepäck ausgeladen werden musste und versprach eine Weiterleitung noch am selben Tag „sofern möglich“.
Für Geschäftsreisende ist der Vorfall eine Erinnerung daran, dass BRU weiterhin keine ausreichende Kapazität für Spitzenbelastungen hat. Während der Flughafen in Passagiererlebnisse investiert hat – etwa mit Live-DJ-Sets im Gate-Bereich zur Begrüßung der Festivalbesucher – kritisieren Branchenverbände, dass die Kernprozesse unterbesetzt sind. Der belgische Arbeitgeberverband hat die Bundesregierung wiederholt gewarnt, dass die Personalstärke bei Bundespolizei und Zoll vor dem Start von EES und ETIAS im Jahr 2027 um mindestens 25 % erhöht werden muss.
Praktischer Tipp: Unternehmen sollten für Reisen nach Veranstaltungen am BRU bis Ende August einen Puffer von drei Stunden einplanen. Reisende mit engen Anschlussverbindungen könnten schneller über Amsterdam-Schiphol oder Paris-Charles-de-Gaulle fliegen und von dort mit dem Zug nach Brüssel weiterreisen. Wer am BRU abfliegen muss, sollte spätestens drei Stunden vor einem EU-Flug und vier Stunden vor einem Langstreckenflug am Flughafen sein, den Online-Check-in nutzen und in Erwägung ziehen, für 10 € den Fast Lane Sicherheitskanal zu buchen.
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