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Das britische Parlament startet umfassende Untersuchung des arbeitsbasierten Einwanderungssystems

Sept. 16, 2026
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Das britische Parlament startet umfassende Untersuchung des arbeitsbasierten Einwanderungssystems
Am 15. September hat der Innenausschuss des Unterhauses eine neue Untersuchung mit dem Titel „Arbeitsbasierte Einwanderung“ eingeleitet – die umfassendste parlamentarische Überprüfung der Skilled Worker-, Global Business Mobility- und verwandten Visaprogramme seit Einführung des Post-Brexit-Systems im Jahr 2021. Der parteiübergreifende Ausschuss unter Vorsitz von Dame Karen Bradley wird prüfen, ob die aktuelle Politik das richtige Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes und der Qualifizierung der heimischen Arbeitskräfte findet. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht ein Satz von 13 Leitprinzipien, die von „Your Voice on Immigration“, einem Bürgerbeteiligungsprogramm mit fast 100 Teilnehmern aus dem gesamten Vereinigten Königreich, erarbeitet wurden. Themenschwerpunkte sind unter anderem die Priorisierung der Ausbildung lokaler Arbeitskräfte, die menschenwürdige Behandlung von Migranten und die Verbesserung der Integrationsunterstützung.

Der Ausschuss wird die Regierungsstrategie an diesen Prinzipien messen, die Aufnahme und Streichung von Berufen auf der Liste der Mangelberufe bewerten sowie die jüngsten Verschärfungen bei Gehaltsgrenzen und den Compliance-Regeln für Sponsor-Lizenzen prüfen. Für Arbeitgeber könnte dies Auswirkungen auf Sponsoring-Kosten, Zulassungskriterien und Bearbeitungszeiten haben. Mobilitätsberater erwarten, dass Wirtschaftsverbände wie der CBI und TechUK Stellungnahmen einreichen, die reibungslosere innerbetriebliche Versetzungen und schnellere Bearbeitung von Angehörigen fordern, während Gewerkschaften strengere Kontrollen gegen Lohndumping anstreben könnten.

Das britische Parlament startet umfassende Untersuchung des arbeitsbasierten Einwanderungssystems


Empfehlungen werden voraussichtlich nicht vor Mitte 2027 Gesetzeskraft erlangen, doch die Untersuchung wird die nächste Änderungserklärung der Einwanderungsregeln im Frühjahr 2027 maßgeblich beeinflussen. Personalabteilungen sollten die öffentlichen Anhörungen des Ausschusses – die voraussichtlich bis Dezember laufen – aufmerksam verfolgen, da dort oft Daten präsentiert werden, die später direkt in die Home-Office-Politik einfließen. Unternehmen, die für 2027 Personalveränderungen planen, sollten Szenarien für mögliche Erhöhungen der Immigration Skills Charge oder neue Englisch-Sprachanforderungen in ihre Budgetplanung aufnehmen.

Die Untersuchung hat auch eine reputationsbezogene Dimension: Indem das Parlament ethische Rekrutierung und Integration in den Vordergrund stellt, signalisiert es, dass die gesellschaftliche Akzeptanz von Arbeitsmigration von einem klaren wirtschaftlichen Nutzen und sozialer Verantwortung abhängt. Unternehmen, die eine solide Einarbeitung, faire Bezahlung und gesellschaftliches Engagement vorweisen können, sind besser positioniert, um die Debatte mitzugestalten und zukünftige Mobilitätsgenehmigungen zu sichern.
Quelle: UK Parliament

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