
Eine spezielle, aber aufschlussreiche Statistik des Innenministeriums, veröffentlicht am 14. September, zeigt, dass zwischen dem vierten Quartal 2025 und dem zweiten Quartal 2026 nur sechs Skilled Worker-Visa für ausländische zahnärztliche Fachkräfte erteilt wurden – ein drastischer Rückgang von 122 in den vorangegangenen drei Quartalen. Dieser Rückgang um 95 % folgt auf die Entscheidung der Regierung im Juli 2025, mehrere Berufe im Bereich der zahnärztlichen Versorgung, darunter zahnärztliche Fachangestellte, Techniker und Hygieniker, von der Liste der für die Einwanderung relevanten Gehaltsgrenzen zu streichen. Nach den neuen Regeln dürfen Praxen keine neuen Visa-Anträge für diese Berufe mehr sponsern, bestehende Visa-Inhaber können jedoch verlängern oder wechseln. Die Maßnahme soll die inländische Rekrutierung fördern, doch zahnärztliche Verbände warnen, dass dies den Personalmangel in einem Sektor verschärft, der bereits mit Rückständen im NHS und der Expansion privater Praxen kämpft. Die Visa-Erteilungen für medizinische und zahnärztliche Techniker sanken ebenfalls drastisch von 121 auf drei, und selbst bei Zahnärzten gab es einen moderaten Rückgang von 376 auf 334 Genehmigungen. Die Damira Dental Group, die nach einer Compliance-Prüfung vorübergehend ihre Sponsor-Lizenz verlor, berichtete gegenüber Dentistry Magazine, dass Praxen oft den administrativen Aufwand der Sponsorship unterschätzen – etwa die Überwachung der Anwesenheit, Aktualisierung von Kontaktdaten und fristgerechte Berichterstattung. Verstöße können zur Aussetzung oder zum Entzug der Lizenz führen, was für gesponserte Mitarbeiter den Verlust des legalen Aufenthaltsstatus bedeutet und Patienten die Kontinuität der Versorgung gefährdet. Für Mobility-Manager in Gesundheitsgruppen unterstreichen die Daten die Notwendigkeit, Personalpläne mit den Einwanderungsanforderungen abzustimmen. Mögliche Strategien sind die Rekrutierung ausländischer Zahnärzte, die auch einige Pflegeaufgaben übernehmen können, die Weiterbildung bestehender Mitarbeiter in zulässige Berufe oder die Zusammenarbeit mit Ausbildungsanbietern. Praxen, die weiterhin ausländische Fachkräfte sponsern, müssen ihre HR-Systeme vor Inkrafttreten der neuen SMS-MFA-Regeln verschärfen. Im weiteren Kontext deuten die Zahlen auf mögliche Herausforderungen in anderen Branchen hin, da das Migration Advisory Committee seine Überprüfung der Mangelberufe 2026 abschließt. Arbeitgeber sollten mit weiteren Verschärfungen rechnen und höhere Gehaltsgrenzen oder alternative Einwanderungswege wie das Health and Care Worker-Visum einplanen, das weiterhin für registrierte zahnärztliche Hygieniker in Krankenhäusern offensteht.
Quelle: Dentistry.co.uk
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