
Die Europäische Kommission hat am 15. September 2026 ein ehrgeiziges Paket zur fairen Arbeitsmobilität vorgestellt, das – nach Verabschiedung durch den Rat und das Europäische Parlament – die Mobilität von Arbeitnehmern, Qualifikationen und Sozialversicherungsrechten innerhalb der EU grundlegend reformieren wird. Für Irland, dessen offene und qualifikationsorientierte Wirtschaft stark auf die Rekrutierung innerhalb der EU angewiesen ist, könnte dieses Paket eine der bedeutendsten Reformen des Binnenmarkts seit Einführung der Freizügigkeit darstellen.
Kernstück des Vorschlags ist der Europäische Sozialversicherungspass (ESSPASS). Irische entsandte Arbeitnehmer und ihre Arbeitgeber beklagen seit langem den papierbasierten A1-Formularprozess und Verzögerungen bei der Ausstellung der Europäischen Krankenversicherungskarte für temporär entsandte Mitarbeiter. Der ESSPASS digitalisiert diese Dokumente, ermöglicht deren Speicherung in der geplanten EU-Digitalen Identitäts-Wallet und sorgt für eine sofortige Überprüfung durch das Sozialschutzministerium oder die Steuerbehörden. Laut Kommissionsfolgenabschätzungen könnten Unternehmen EU-weit zwischen 2028 und 2040 Einsparungen von 64 Millionen Euro erzielen, wovon ein Teil irischen multinationalen Konzernen aus den Bereichen Technologie, Pharma und Bauwesen zugutekommen wird.
Ein zweiter Pfeiler – das „Gesetz zur Übertragbarkeit von Qualifikationen“ und eine überarbeitete Richtlinie zu Berufsqualifikationen – verpflichtet alle Mitgliedstaaten, digitale Nachweise innerhalb von fünf Wochen (statt bisher drei Monaten) anzuerkennen und einheitliche Standards für die Anerkennung von Qualifikationen aus Nicht-EU-Staaten festzulegen. Irische Regulierungsbehörden wie CORU und der Medical Council müssen ihre IT-Systeme und Prozesse modernisieren; Personalabteilungen, die Ärzte, Ingenieure oder Physiotherapeuten aus Nicht-EU-Ländern einstellen, können künftig mit einer Verkürzung der Anerkennungszeiten von derzeit 12–14 Monaten auf etwa vier Monate rechnen.
Das Paket stärkt zudem die Europäische Arbeitsbehörde, indem es ihr ein erweitertes Mandat zur Koordinierung gezielter Kontrollen und zur Bekämpfung von Missbrauch bei Drittstaatsangehörigen verleiht. Irische Arbeitgeber, die Arbeitnehmer ins Ausland entsenden oder nach Irland holen, müssen mit einer EU-weit besser abgestimmten Durchsetzung und höheren Strafen bei Verstößen rechnen – ein wichtiger Aspekt, den Mobilitätsmanager in ihre Risikobewertungen einbeziehen sollten.
Nächste Schritte: Die Trilogverhandlungen sollen unter der tschechischen Ratspräsidentschaft im Oktober beginnen. Das irische Ministerium für Unternehmen, Handel und Beschäftigung signalisiert informelle Unterstützung, fordert jedoch Klarheit zur IT-Finanzierung. Unternehmen sollten ihre aktuellen Entsendungsprozesse mit den geplanten digitalen Abläufen abgleichen und Budgets für die Systemintegration einplanen, um bei Inkrafttreten der Regelungen – voraussichtlich zwischen 2028 und 2030 – sofort handlungsfähig zu sein.
Kernstück des Vorschlags ist der Europäische Sozialversicherungspass (ESSPASS). Irische entsandte Arbeitnehmer und ihre Arbeitgeber beklagen seit langem den papierbasierten A1-Formularprozess und Verzögerungen bei der Ausstellung der Europäischen Krankenversicherungskarte für temporär entsandte Mitarbeiter. Der ESSPASS digitalisiert diese Dokumente, ermöglicht deren Speicherung in der geplanten EU-Digitalen Identitäts-Wallet und sorgt für eine sofortige Überprüfung durch das Sozialschutzministerium oder die Steuerbehörden. Laut Kommissionsfolgenabschätzungen könnten Unternehmen EU-weit zwischen 2028 und 2040 Einsparungen von 64 Millionen Euro erzielen, wovon ein Teil irischen multinationalen Konzernen aus den Bereichen Technologie, Pharma und Bauwesen zugutekommen wird.
Ein zweiter Pfeiler – das „Gesetz zur Übertragbarkeit von Qualifikationen“ und eine überarbeitete Richtlinie zu Berufsqualifikationen – verpflichtet alle Mitgliedstaaten, digitale Nachweise innerhalb von fünf Wochen (statt bisher drei Monaten) anzuerkennen und einheitliche Standards für die Anerkennung von Qualifikationen aus Nicht-EU-Staaten festzulegen. Irische Regulierungsbehörden wie CORU und der Medical Council müssen ihre IT-Systeme und Prozesse modernisieren; Personalabteilungen, die Ärzte, Ingenieure oder Physiotherapeuten aus Nicht-EU-Ländern einstellen, können künftig mit einer Verkürzung der Anerkennungszeiten von derzeit 12–14 Monaten auf etwa vier Monate rechnen.
Das Paket stärkt zudem die Europäische Arbeitsbehörde, indem es ihr ein erweitertes Mandat zur Koordinierung gezielter Kontrollen und zur Bekämpfung von Missbrauch bei Drittstaatsangehörigen verleiht. Irische Arbeitgeber, die Arbeitnehmer ins Ausland entsenden oder nach Irland holen, müssen mit einer EU-weit besser abgestimmten Durchsetzung und höheren Strafen bei Verstößen rechnen – ein wichtiger Aspekt, den Mobilitätsmanager in ihre Risikobewertungen einbeziehen sollten.
Nächste Schritte: Die Trilogverhandlungen sollen unter der tschechischen Ratspräsidentschaft im Oktober beginnen. Das irische Ministerium für Unternehmen, Handel und Beschäftigung signalisiert informelle Unterstützung, fordert jedoch Klarheit zur IT-Finanzierung. Unternehmen sollten ihre aktuellen Entsendungsprozesse mit den geplanten digitalen Abläufen abgleichen und Budgets für die Systemintegration einplanen, um bei Inkrafttreten der Regelungen – voraussichtlich zwischen 2028 und 2030 – sofort handlungsfähig zu sein.