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Nachtschicht-Streik der Fluglotsen legt fast 30 Ryanair-Flüge in Charleroi lahm

Sept. 17, 2026
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Nachtschicht-Streik der Fluglotsen legt fast 30 Ryanair-Flüge in Charleroi lahm
Geschäftsreisende, die am 16. September zum Flughafen Brüssel Süd Charleroi (CRL) unterwegs waren, mussten feststellen, dass fast ein Drittel des täglichen Ryanair-Flugplans von den Abflugtafeln verschwunden war. Die Fluglotsen des belgischen Navigationsdienstleisters Skeyes begannen um 22:00 Uhr mit einer Reihe nächtlicher Streiks und fordern höhere Prämien, bevor der Flughafen im nächsten Jahr auf ein neues Remote-Tower-Zentrum in Namur umstellt. Obwohl die Arbeitsniederlegungen offiziell nur die Schicht von 22:00 bis 08:00 Uhr betrafen, waren die Auswirkungen sofort spürbar: Die erste Stornierung – ein Flug um 16:10 Uhr nach Bukarest – wurde bereits Stunden vor Beginn des Streiks angekündigt, da der Rückflug nach der Nachtruhezeit gelandet wäre. Bis zum Mittwochabend wurden 14 Ryanair-Flüge abgehend und 14 ankommend gestrichen, was wichtige europäische Geschäftsziele wie Madrid, Manchester und Stockholm betrifft. Die Flughafenleitung warnte, dass bis zu 800 Flugbewegungen gestört werden könnten, falls der Streik, der derzeit jede Nacht bis zum 10. Oktober geplant ist, nicht beigelegt wird. Weitere Fluggesellschaften könnten auf die Stornoliste gesetzt werden, wenn ihre Flüge in die Nachtruhezeit fallen. Der Streit dreht sich um Skeyes’ Plan, den traditionellen Tower in Charleroi durch einen „digitalen Tower“ zu ersetzen, der aus der Ferne überwacht wird – eine Maßnahme, vor der die Gewerkschaft warnt, da sie die Arbeitsbelastung erhöhen und Zulagen reduzieren könnte. Mehrere Vermittlungsrunden blieben erfolglos, die letzte Mediation scheiterte am Montagabend. Für Manager der Unternehmensmobilität hat die kurzfristige Planung von Alternativen oberste Priorität. Ryanair bietet kostenlose Umbuchungen oder Rückerstattungen an, doch alternative Plätze ab Brüssel National (BRU) sind aufgrund anhaltender Kapazitätsengpässe durch das EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) bereits knapp. Reisende mit frühen Abflügen ab Charleroi sollten den Flugstatus am Vorabend prüfen und eine Übernachtung in der Nähe von Brüssel National oder Lille in Betracht ziehen. Auch Frachtspediteure, die die Frachtraumkapazitäten von CRL für Expresssendungen nutzen, müssen möglicherweise über Lüttich oder Luxemburg umleiten, um Verzögerungen bei der Zollabfertigung zu vermeiden. Langfristig zeigt der Streik einen europaweiten Trend: Während Flughäfen Remote-Tower-Technologie zur Kostensenkung einführen, fordern Gewerkschaften Ausgleichszahlungen oder Umschulungen. Arbeitgeber mit vielen entsandten Mitarbeitern in Belgien sollten die Verhandlungen genau beobachten, da weitere Arbeitskämpfe mit den Herbstferien zusammenfallen könnten – einer traditionell stark frequentierten Reisezeit für Expat-Familien.
Quelle: The Brussels Times

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