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Brüssel wird autofrei zur Europäischen Mobilitätswoche – Auswirkungen auf den Straßenverkehr in der gesamten Hauptstadtregion

Sept. 20, 2026
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Brüssel wird autofrei zur Europäischen Mobilitätswoche – Auswirkungen auf den Straßenverkehr in der gesamten Hauptstadtregion
Am Sonntag, den 20. September, ist die gesamte Region Brüssel-Hauptstadt von 09:30 bis 19:00 Uhr für private Kraftfahrzeuge gesperrt – anlässlich des jährlichen autofreien Sonntags (Dimanche sans voiture / Autoloze Zondag). Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche verwandelt die Aktion temporär 160 km² Stadtgebiet in die größte verkehrsberuhigte Zone Europas. Nur Einsatzfahrzeuge, Taxis, Diplomaten und Inhaber eines vorher genehmigten Passes dürfen fahren, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 30 km/h begrenzt. Für die Bewohner ist der Tag ein Fest: Museen öffnen sich auf die Gehwege, temporäre Radwege entstehen auf dem inneren Autobahnring und Street-Food-Märkte beleben sonst verstopfte Alleen. Für Mobilitätsmanager und Logistiker bedeutet das Event jedoch eine Herausforderung in der Planung. Hotelshuttles, Firmenwagen und Umzugsfahrzeuge sind verboten, weshalb Unternehmen ihre Kunden und Mitarbeiter auf den öffentlichen Nahverkehr umstellen müssen. STIB-MIVB, De Lijn und TEC bieten kostenlose Fahrten mit erhöhten Frequenzen an, während der Flughafen Brüssel die Kapazität des Busses 12 nach Zaventem verdoppelt hat. Die Bahn SNCB rechnet mit einem 15 %igen Anstieg der Freizeitfahrgäste und setzt zusätzliche Wagen auf den S-Bahnen aus Antwerpen und Gent ein. Fahrgemeinschafts-Plattformen haben Abholzonen außerhalb der Region eingerichtet, und mehrere multinationale Arbeitgeber im EU-Viertel der Stadt haben für Sonntagsdienste Homeoffice-Regelungen erlassen. Die Brüsseler Regierung gibt an, dass die Maßnahme die CO₂-Emissionen an einem Tag um etwa 60 Tonnen reduziert und vor allem Pendler dazu ermutigt, multimodale Verkehrsmittel auszuprobieren. Umfragen früherer Jahre zeigen bei Teilnehmern eine dauerhafte Verlagerung des Verkehrsmittels um 7 %. Arbeitgeber mit Nachhaltigkeitszielen sehen den Tag daher als Chance, um umweltfreundliche Pendellösungen zu fördern und Homeoffice-Infrastrukturen zu testen. Dennoch warnen Geschäftsreisefachleute, dass Autofahrer aus Nachbarländern an den Grenzübergängen überrascht werden könnten. Navigations-Apps berücksichtigen die Ein-Tages-Sperre oft nicht, und Mietwagenfirmen wurden gebeten, ihre Kunden ausdrücklich zu informieren. Die Straßensperren auf dem inneren Ring werden nach 19:00 Uhr schrittweise aufgehoben, doch der Verkehr bleibt meist bis in den späten Abend stärker als üblich.
Quelle: City of Brussels

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