
Die Rechtsberatungsplattform Managora veröffentlichte am 14. Oktober einen aktualisierten Leitfaden, der die neuesten Regierungsrichtlinien zu Spaniens Visakategorien gemäß dem Gesetz 14/2013 und dem Startup-Gesetz von 2022 berücksichtigt. Die Überarbeitung betrifft internationale Telearbeiter (digitale Nomaden), Unternehmer, hochqualifizierte Fachkräfte und Forscher – alle werden elektronisch von der Einheit für Großunternehmen und strategische Kollektive (UGE-CE) bearbeitet. Wichtige Neuerungen sind die neue Mindesteinkommensgrenze für digitale Nomaden, die nach einem königlichen Erlass im Februar nun bei 2.442 € pro Monat liegt (200 % des Mindestlohns 2026); die Bestätigung, dass Familienangehörige dieselbe Aufenthaltsdauer wie der Hauptantragsteller erhalten; sowie der Hinweis, dass Erstgenehmigungen drei Jahre gültig sind und Verlängerungen um jeweils zwei Jahre möglich sind. Der Leitfaden weist außerdem darauf hin, dass das „Goldene Visum“ für Investoren im April 2025 abgeschafft wurde, sodass der Unternehmerweg die Hauptoption für kapitalgestützte Zuzüge darstellt. Für Mobility Manager ist das Update besonders relevant, da die erste Gruppe der 2023 ausgestellten dreijährigen Digital-Nomad-Visa im Januar 2027 ausläuft. Arbeitgeber müssen dann entscheiden, ob sie Mitarbeiter in lokale Verträge übernehmen, eine Verlängerung im gleichen Programm beantragen oder den Status als hochqualifizierte Fachkraft anstreben. Die präzisierten Regelungen zu polizeilichen Führungszeugnissen und Krankenversicherung sollen die Ablehnungsquoten bei spanischen Konsulaten senken. Obwohl der Leitfaden kein Rechtsdokument ist, werden Managoras Zusammenfassungen von HR-Teams und Relocation-Dienstleistern breit genutzt. Die Innen- und Integrationsministerien planen, einige der FAQ-Punkte noch vor Jahresende in einer offiziellen Anweisung zu verankern, doch Praktiker wenden die neuen Vorgaben bereits bei laufenden Anträgen an.
Quelle: Managora
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