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EU drängt Großbritannien zur uneingeschränkten Annahme des Youth Mobility Scheme, während Gespräche sich zuspitzen

Dez. 6, 2025
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EU drängt Großbritannien zur uneingeschränkten Annahme des Youth Mobility Scheme, während Gespräche sich zuspitzen
Brüssel und London befinden sich in der Endphase der Verhandlungen über ein post-Brexit-Jugendmobilitätsprogramm (YMS), das 18- bis 32-Jährigen das Recht geben soll, ohne vollständiges Arbeitsvisum im jeweils anderen Gebiet zu leben, zu arbeiten und zu reisen. Laut Entwurfstexten, die der Financial Times und The Times vorliegen, möchte die Europäische Kommission das Programm unbegrenzt und ohne Obergrenze gestalten, sodass jeder qualifizierte junge EU-27-Bürger eine dreijährige Aufenthaltserlaubnis erhalten kann.

Die britische Seite – angeführt vom Innenministerium und dem Department for Business & Trade – besteht darauf, die Teilnehmerzahlen im Einklang mit bestehenden bilateralen Abkommen mit Australien, Neuseeland und Kanada zu begrenzen (derzeit auf insgesamt 35.000 Plätze pro Jahr). Finanzbeamte hingegen bevorzugen ein größeres, weniger eingeschränktes Modell, um das Arbeitskräfteangebot und die Steuereinnahmen zu steigern, was zu internen Kabinettskonflikten führt.

EU drängt Großbritannien zur uneingeschränkten Annahme des Youth Mobility Scheme, während Gespräche sich zuspitzen


Ein weiterer Streitpunkt sind die Studiengebühren. Brüssel fordert, dass EU-Studierende, die vom YMS profitieren, dieselben „Inlands“-Gebühren wie britische Studierende zahlen und von der NHS-Gesundheitsabgabe für Einwanderer befreit werden. Universitätsleiter warnen, dass diese Forderung ein Finanzloch von drei Milliarden Pfund reißen würde, da die Hochschulen seit dem Brexit zunehmend auf höhere Gebühren von Nicht-EU-Studierenden angewiesen sind. Der britische Vorschlag sieht ein zweijähriges Pilotprojekt mit einer zahlenmäßigen Obergrenze und ohne Gebührenvergünstigungen vor, kombiniert mit einer Wiedereinführung des Erasmus+-Austauschprogramms.

Die Verantwortlichen hoffen, die politische Einigung bis zur ersten Hälfte 2026 abzuschließen, damit die Anträge 2027 starten können. Wirtschaftsverbände, insbesondere aus der Gastronomie, Technologie und Kreativbranche, haben intensiv für das Abkommen geworben und argumentieren, dass der Wegfall der unkomplizierten EU-UK-Jugendmobilität die Personalbeschaffung und kulturelle Verbindungen beeinträchtigt hat. Gewerkschaften warnen hingegen, dass ein unbegrenztes Programm die Löhne für Einstiegspositionen drücken könnte, sofern keine strengen Arbeitsstandards durchgesetzt werden.

Wird das YMS finalisiert, wäre es die bedeutendste Liberalisierung der UK-EU-Bewegungsfreiheit seit dem Ende der Freizügigkeit im Januar 2021. Unternehmen, die auf saisonale oder Absolventen-Talente angewiesen sind, sollten ihre Sponsoring-Richtlinien, Unterkunftspläne und Lohnabrechnungssysteme für kurzfristige Einstellungen überprüfen. Ebenso müssen Personalabteilungen maximale Aufenthaltsdauern im Blick behalten, sicherstellen, dass Teilnehmer korrekt bei der Sozialversicherung registriert sind, und sich auf komplexe Arbeitsgenehmigungsprüfungen vorbereiten, während das britische eVisa-System weiter eingeführt wird.
Quelle: Financial Times

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