1. Globale Mobilitätsnachrichten
  2. /
  3. Großbritannien
  4. /
  5. Innenministerium streicht „Dienstleister aus der Schweiz“-Kategorie in erster Aktualisierung der Einwanderungsregeln 2026

Innenministerium streicht „Dienstleister aus der Schweiz“-Kategorie in erster Aktualisierung der Einwanderungsregeln 2026

Jan. 4, 2026
·
Innenministerium streicht „Dienstleister aus der Schweiz“-Kategorie in erster Aktualisierung der Einwanderungsregeln 2026
Das britische Innenministerium hat das Jahr 2026 still und leise mit der Veröffentlichung der ersten Änderungen der Einwanderungsbestimmungen am 2. Januar eingeläutet. Im technischen Update – das am 3. Januar vom Fachportal VisaHQ hervorgehoben wurde – findet sich die Abschaffung der wenig genutzten „Service Providers from Switzerland“ (SPS)-Regelung. Diese Übergangsmaßnahme aus der Brexit-Phase erlaubte es Schweizer Unternehmen, Mitarbeiter für kurze Vor-Ort-Einsätze ohne reguläres Arbeitsvisum ins Vereinigte Königreich zu entsenden.

Mit Inkrafttreten der neuen Regelung müssen Schweizer Dienstleister nun auf das Global Business Mobility (GBM)-System umsteigen – meist über die Unterkategorien „Secondment Worker“ oder „Contractual Service Supplier“ – oder auf die eingeschränkten Geschäftsreiseregelungen zurückgreifen, sofern die Tätigkeit wirklich nicht produktiv ist. Beide Alternativen bringen höhere Gehaltsanforderungen, die Immigration Skills Charge (nach der Erhöhung im Dezember nun 1.320 Pfund pro Mitarbeiter und Jahr für große Sponsoren) sowie meist längere Vorlaufzeiten für die Ausstellung von Sponsorship-Zertifikaten mit sich.

Innenministerium streicht „Dienstleister aus der Schweiz“-Kategorie in erster Aktualisierung der Einwanderungsregeln 2026


Für multinationale Unternehmen entfällt damit ein kostengünstiger Mechanismus, der eigens in den Brexit-Verhandlungen erhalten wurde, um den bilateralen Dienstleistungshandel zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich zu schützen. Mobility-Manager mit Projekten in den Bereichen Ingenieurwesen, Pharma oder Finanzdienstleistungen aus Zürich, Basel oder Genf müssen nun ihre Budgets für Sponsoring-Gebühren anpassen und sicherstellen, dass entsandte Mitarbeiter die Anforderungen an Englischkenntnisse und finanzielle Absicherung erfüllen – eine administrative Mehrbelastung, die Projektstarts verzögern könnte.

Die Abschaffung der SPS-Regelung ist zudem ein Signal dafür, dass 2026 ein arbeitsreiches Jahr für neue Regelungen wird. Die gleiche Änderungsmitteilung HC 1491 passt mehrere Anhänge zu Familien- und Privatleben an und entfernt schweiz-spezifische Verweise aus dem Hauptregelwerk. Weitere Bekanntmachungen werden vor der verpflichtenden Einführung der elektronischen Reisegenehmigung (ETA) für 85 Länder im Februar sowie vor der geplanten Verkürzung der Graduate Route im Januar 2027 erwartet.

Praktische Schritte: (1) Verträge mit Schweizer Ursprung für das erste und zweite Quartal prüfen, (2) Beschaffungs- und Rechtsabteilungen über das Auslaufen der SPS-Regelung informieren, (3) Richtlinien zu Besuchern versus Arbeitsaufenthalten aktualisieren und (4) den E-Mail-Alert-Service des Innenministeriums abonnieren, um weitere Updates zu verfolgen.
Quelle: VisaHQ / Home Office

Wie VisaHQ helfen kann

VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Großbritannien.

Visa- und Einwanderungsteam @ VisaHQ

Das Expertenteam für Visa und Einwanderung von VisaHQ hilft Einzelpersonen und Unternehmen, die globalen Reise-, Arbeits- und Aufenthaltsanforderungen zu bewältigen. Wir kümmern uns um die Dokumentenvorbereitung, die Einreichung von Anträgen, die Koordination mit Regierungsbehörden und alle Aspekte, die notwendig sind, um schnelle, konforme und stressfreie Genehmigungen zu gewährleisten.

Redaktionelle Richtlinien
×