
Ein gespaltenes Gremium des US-Berufungsgerichts für den Dritten Bezirk entschied am 15. Januar 2026, dass ein Bundesbezirksrichter keine Zuständigkeit hatte, Mahmoud Khalil freizulassen. Khalil, Absolvent der Columbia University, war nach seiner Teilnahme an Protesten auf dem Campus gegen Israels Militäroperation im Gazastreifen festgenommen und in Abschiebungsverfahren verwickelt worden. Die Entscheidung mit 2 zu 1 Stimmen bedeutet, dass die Trump-Regierung Khalil erneut in Haft nehmen kann, während sein Einwanderungsfall vor dem Executive Office for Immigration Review weiterläuft.
Die Festnahme Khalils im vergangenen Jahr war der erste prominente Einsatz einer Trump-Direktive, die das Immigration and Customs Enforcement (ICE) ermächtigt, ausländische Studierende abzuschieben, die angeblich „antisemitische oder antiamerikanische Hassrede“ verbreiten. Das Bezirksgericht hatte Khalil im Juni 2025 freigelassen, da ICE sich auf unbestätigte Vorwürfe aus sozialen Medien stützte. Das Berufungsgericht stellte nun fest, dass das Immigration and Nationality Act solche verfassungsrechtlichen Ansprüche erst nach einem endgültigen Abschiebebeschluss zulässt und damit den Zugang zu Bundesgerichten bis dahin effektiv blockiert.
Rechtsexperten warnen, dass das Urteil die Meinungsfreiheit von fast 1,1 Millionen internationalen Studierenden einschränken könnte, von denen viele politisch aktiv sind. Universitäten befürchten, dass kontroverse Äußerungen nun Einwanderungskonsequenzen nach sich ziehen könnten, die das übliche Disziplinarverfahren auf dem Campus umgehen und die Balance zwischen freier Meinungsäußerung und Einhaltung des Student and Exchange Visitor Program erschweren.
Für Unternehmen mit internationalen Mitarbeitenden verdeutlicht die Entscheidung ein verschärftes Durchsetzungsumfeld, in dem private Aktivitäten in sozialen Medien Auswirkungen auf die Visumskonformität haben können. Arbeitgeber, die F-1 STEM-OPT- oder H-1B-Verlängerungen sponsern, sollten ihre ausländischen Mitarbeitenden auf die mit öffentlichen Demonstrationen verbundenen Einwanderungsrisiken hinweisen und sicherstellen, dass rechtlicher Beistand im Falle einer Festnahme schnell reagieren kann.
Interessengruppen planen, den Obersten Gerichtshof anzurufen und argumentieren, dass die Auslegung der Zuständigkeit durch das Berufungsgericht eine zügige gerichtliche Überprüfung verfassungsrechtlicher Verstöße verhindert. Bis dahin sehen sich ausländische Studierende, die an Campusprotesten – insbesondere zu Nahostthemen – beteiligt sind, mit erhöhter Unsicherheit hinsichtlich ihres Visastatus und ihrer beruflichen Zukunft in den USA konfrontiert.
Die Festnahme Khalils im vergangenen Jahr war der erste prominente Einsatz einer Trump-Direktive, die das Immigration and Customs Enforcement (ICE) ermächtigt, ausländische Studierende abzuschieben, die angeblich „antisemitische oder antiamerikanische Hassrede“ verbreiten. Das Bezirksgericht hatte Khalil im Juni 2025 freigelassen, da ICE sich auf unbestätigte Vorwürfe aus sozialen Medien stützte. Das Berufungsgericht stellte nun fest, dass das Immigration and Nationality Act solche verfassungsrechtlichen Ansprüche erst nach einem endgültigen Abschiebebeschluss zulässt und damit den Zugang zu Bundesgerichten bis dahin effektiv blockiert.
Rechtsexperten warnen, dass das Urteil die Meinungsfreiheit von fast 1,1 Millionen internationalen Studierenden einschränken könnte, von denen viele politisch aktiv sind. Universitäten befürchten, dass kontroverse Äußerungen nun Einwanderungskonsequenzen nach sich ziehen könnten, die das übliche Disziplinarverfahren auf dem Campus umgehen und die Balance zwischen freier Meinungsäußerung und Einhaltung des Student and Exchange Visitor Program erschweren.
Für Unternehmen mit internationalen Mitarbeitenden verdeutlicht die Entscheidung ein verschärftes Durchsetzungsumfeld, in dem private Aktivitäten in sozialen Medien Auswirkungen auf die Visumskonformität haben können. Arbeitgeber, die F-1 STEM-OPT- oder H-1B-Verlängerungen sponsern, sollten ihre ausländischen Mitarbeitenden auf die mit öffentlichen Demonstrationen verbundenen Einwanderungsrisiken hinweisen und sicherstellen, dass rechtlicher Beistand im Falle einer Festnahme schnell reagieren kann.
Interessengruppen planen, den Obersten Gerichtshof anzurufen und argumentieren, dass die Auslegung der Zuständigkeit durch das Berufungsgericht eine zügige gerichtliche Überprüfung verfassungsrechtlicher Verstöße verhindert. Bis dahin sehen sich ausländische Studierende, die an Campusprotesten – insbesondere zu Nahostthemen – beteiligt sind, mit erhöhter Unsicherheit hinsichtlich ihres Visastatus und ihrer beruflichen Zukunft in den USA konfrontiert.
Quelle: Reuters