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EU stellt ProtectEU-Anti-Terror-Plan vor – Neue Regeln für Passagierdaten treffen polnische Fluggesellschaften

Feb. 27, 2026
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EU stellt ProtectEU-Anti-Terror-Plan vor – Neue Regeln für Passagierdaten treffen polnische Fluggesellschaften
Am 26. Februar 2026 stellte die Europäische Kommission ihre ProtectEU-Anti-Terror-Agenda vor, die eine Ausweitung der verpflichtenden Erfassung von Vorausreisendeninformationen (API) über den kommerziellen Luftverkehr hinaus auf Privatflüge, Fähren, Bahn- und Busverbindungen vorsieht. Ziel der Initiative ist es, Datenlücken zu schließen, die von Extremisten beim Grenzübertritt im Schengen-Raum ausgenutzt werden. Für Polen bedeutet dies, dass LOT, internationale Züge von PKP Intercity, Polferries und sogar Charterbusunternehmen verpflichtet wären, Passagierlisten bereits vor Abfahrt an die polnische Grenzpolizei zu übermitteln. Das Innenministerium in Warschau begrüßte den Plan grundsätzlich, warnte jedoch vor „erheblichen IT- und Personalkosten“ und forderte EU-Finanzierung. Unternehmen, die Geschäftsjets ab Warschau-Modlin oder Krakau-Balice chartern, müssen künftig neue Compliance-Anforderungen erfüllen: vollständige Passdaten, Sitzplatzinformationen und gegebenenfalls Reisegrundangaben sind über ein einheitliches API-Portal einzureichen. Bei Nichtbeachtung drohen Bußgelder oder Startverweigerungen, sobald die Regelung voraussichtlich Ende 2027 umgesetzt wird. Mobilitätsmanager sollten jetzt prüfen, welche Unternehmensreisemodi (Straßen-Shuttles nach Deutschland, Ostsee-Fähren, Executive-Flüge) betroffen sind und sicherstellen, dass Buchungssysteme die zusätzlichen Daten erfassen. Juristen weisen darauf hin, dass Polen sein Anti-Terror-Gesetz von 2018 anpassen muss, um die rechtliche Grundlage für die Datenerhebung bei Nicht-Luftfahrtanbietern zu schaffen. Da ProtectEU auch eine verstärkte Nutzung der „reiserelevanten Warnmeldungen“ im Schengener Informationssystem (SIS) vorsieht, rechnen die polnischen Grenzbehörden bei Großveranstaltungen wie den Europaspielen 2027 mit einem Anstieg der Treffer, was eine Vorabkontrolle der Reisenden unerlässlich macht, um kurzfristige Abweisungen zu vermeiden. Quelle: Pressemitteilung der Europäischen Kommission, 26. Februar 2026
Quelle: European Commission – Migration & Home Affairs

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