
Die Überlastung am Billigflughafen Warschau-Modlin wird endlich angegangen, nachdem das staatlich-regionale Eigentümerkonsortium eine Schnellbaumaßnahme zur Erweiterung des Passagierterminals im Wert von 5,4 Millionen PLN (ca. 1,2 Mio. €) genehmigt hat, die am 26. Februar 2026 angekündigt wurde. Laut CEO Jacek Kowalski wird der Anbau mit Stahlrahmen die Anzahl der Abflugsteige von vier auf acht verdoppeln und die Sicherheitskontrollspuren auf sechs erhöhen, sodass der Flughafen neun gleichzeitige Abflüge am Morgen abwickeln kann – ein entscheidender Schritt, da Wizz Air, Ryanair und der Neuzugang Air Arabia ihre Flugpläne ausweiten. Im Januar wurden in Modlin 218.000 Passagiere abgefertigt, ein Plus von 96 % im Jahresvergleich und das schnellste Wachstum unter den polnischen Flughäfen. Der Anstieg folgt auf die Rückkehr von Wizz Air nach 13 Jahren Abwesenheit und die Wiederaufnahme reduzierter Frequenzen von Ryanair. Mit dem nahenden Sommer und begrenzten Kapazitäten am Warschau-Chopin-Flughafen nutzen multinationale Arbeitgeber zunehmend Modlin für kostengünstige Pendlerflüge nach Westeuropa. Die temporäre Struktur soll bis Juli fertiggestellt sein; eine größere dauerhafte Erweiterung im Wert von 280 Millionen PLN steckt jedoch weiterhin in Aktionärsstreitigkeiten fest. Bis dahin müssen Reisende mit baubedingten Änderungen bei der Wegführung und längeren Fußwegen zu den Bussen rechnen. Unternehmen, die mit entsandten Mitarbeitern arbeiten, sollten ihre Mitarbeiter auf die eingeschränkten Parkmöglichkeiten auf der Landseite hinweisen und Online-Check-in fördern, um Wartezeiten zu minimieren. Aus Sicht der Mobilitätssteuer könnte die Modernisierung Modlin dabei helfen, die Aufnahme in die bevorstehende EU-Schengen-Ein- und Ausreisesystem (EES)-Vorbereitungsphase zu erreichen, sodass biometrische Gates vor dem Start im April 2027 installiert sind. Vorausschauende Personalabteilungen sollten bereits jetzt mit möglichen Warteschlangen bei der EES-Anmeldung an Polens Regionalflughäfen rechnen. Das Modlin-Projekt steht auch beispielhaft für Polens Bestreben, den Luftverkehr zu dezentralisieren: In Katowice, Wrocław und Rzeszów werden ebenfalls kleinere Terminalerweiterungen gebaut, die bis 2028 zusammen 7 Millionen zusätzliche Sitzplätze schaffen sollen. Quelle: Money.pl, 26. Februar 2026
Quelle: Money.pl
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