
Die neueste Aktualisierung der Service-Standards von Employment and Social Development Canada zeigt, dass sich die durchschnittlichen Bearbeitungszeiten für die meisten Labour Market Impact Assessment (LMIA)-Kategorien im Februar 2026 deutlich verlängert haben. Die Daten wurden am 9. März veröffentlicht. LMIAs für hochbezahlte Stellen dauern nun 60 Arbeitstage – also zwei Wochen länger als noch vor drei Monaten –, während der Global Talent Stream die angestrebte 10-Tage-Marke auf 12 Tage überschritten hat. Diese Verzögerungen treten auf, obwohl Ottawa die Gesamtzahl der temporären Arbeitsgenehmigungen für 2026 auf 60.000 gesenkt hat. Analysten führen diesen scheinbaren Widerspruch auf eine Flut von Anträgen zurück, die Arbeitgeber vor den erwarteten Quotenreduzierungen eingereicht haben, sowie auf die Umverteilung von ESDC-Mitarbeitern zur Unterstützung von Betrugspräventionsmaßnahmen. Landwirtschaftliche Kategorien bleiben mit 10 bis 15 Tagen am schnellsten, was auf eine saisonale Priorisierung zurückzuführen ist, während LMIAs für dauerhafte Aufenthaltsgenehmigungen weiterhin über 240 Tage dauern – eine Wartezeit von acht Monaten, die Arbeitgeber frustriert, die bestehende Talente übernehmen möchten. Die längeren Bearbeitungszeiten wirken sich auch auf Unternehmensmobilitätsprogramme aus: Arbeitserlaubnisanträge können erst gestellt werden, wenn der Arbeitgeber eine positive LMIA-Bewertung erhalten hat, und eine parallele Bearbeitung (Antragstellung vor Abschluss der LMIA) bleibt eine Ermessensentscheidung. Unternehmen, die auf hochbezahlte Positionen angewiesen sind, wie Technologie- und Ingenieurfirmen, sollten mindestens drei Monate Vorlaufzeit einplanen und, wo möglich, LMIA-freie Wege wie das International Mobility Program oder provinziell nominierte Programme in Betracht ziehen. Einwanderungsanwälte erwarten gegen Jahresende eine leichte Entspannung, da die Aufnahmebeschränkungen die Nachfrage dämpfen, warnen jedoch, dass künftige Verschärfungen der Compliance die Bearbeitungszeiten weiter verlängern könnten. Das ESDC empfiehlt Arbeitgebern, vollständige Anträge einzureichen und Anfragen nach Informationen zügig zu beantworten, um zusätzliche Verzögerungen zu vermeiden.
Quelle: CIC News