
Ein Beitrag, der am 25. März auf r/UAE viral ging, bestätigte, was viele Personalabteilungen bereits vermuteten: Das föderale ICP-System, das für die Ausstellung der Golden Visas in allen Emiraten außer Dubai zuständig ist, hat seit Mitte Oktober 2025 keine neuen Anträge mehr genehmigt. Bewerber berichten, dass das Online-Portal zwar weiterhin Uploads zulässt, der Status jedoch dauerhaft auf „in Bearbeitung“ stehen bleibt. Diese faktische Aussetzung bereitet Unternehmen, die das 10-Jahres-Visum zur Bindung von Führungskräften nutzen, erhebliche Probleme. Ein Luft- und Raumfahrtzulieferer in Abu Dhabi teilte Global Mobility News mit, dass vier wichtige Ingenieure auf zwei Jahre befristeten Arbeitsvisa festhängen, die an ein Projekt gebunden sind, das in 18 Monaten abgeschlossen sein könnte – was bedeutet, dass das Unternehmen Gefahr läuft, sie zu verlieren, gerade wenn ein Folgeauftrag zur Ausschreibung steht. Personalvermittler berichten zudem, dass die Unsicherheit inzwischen in den Verhandlungen mit Kandidaten eine Rolle spielt: Einige Führungskräfte fordern Härtezuschläge oder eine vollständig finanzierte Familienumsiedlung, bevor sie Positionen annehmen, die im Vorjahr noch für das Golden Visa qualifiziert hätten. Das parallele Programm in Dubai ist technisch weiterhin offen, doch Insider berichten, dass die Genehmigungsquoten stark zurückgegangen sind, da das Emirat auf neue föderale Kriterien wartet. Leaks aus Arbeitsgruppensitzungen deuten darauf hin, dass die Gehaltsgrenze von 30.000 AED auf 45.000 AED steigen könnte und dass Inhaber künftig eine private Krankenversicherung auf erhöhtem Kriegsniveau nachweisen müssen. Außerdem wird über einen „strategischen Branchen“-Filter diskutiert, der Fachkräfte aus Verteidigung, Chipdesign und grüner Energie bevorzugen soll. Für Mobility-Manager ist die Botschaft klar: Erstens, verlassen Sie sich 2026 nicht auf das Golden Visa als Bindungsinstrument; planen Sie stattdessen mit den üblichen dreijährigen Arbeitserlaubnissen und den damit verbundenen Abfindungsverpflichtungen. Zweitens, prüfen Sie Entsendeschreiben auf Klauseln, die von einer Visaportabilität ausgehen – Rechtsberater warnen, dass Mitarbeiter ohne gültigen Aufenthaltstitel eine konstruktive Kündigung geltend machen könnten. Schließlich sollten Sie auf eine plötzliche Wiederaufnahme der Politik achten: Sobald neue Regeln veröffentlicht werden, könnte eine Flut von aufgestauten Anträgen die Bearbeitungskapazitäten überfordern, weshalb eine frühzeitige Positionierung entscheidend ist.
Quelle: Reddit /r/UAE
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