
In einer am Dienstag, dem 14. April, mit 2 zu 1 gefällten Entscheidung hat das US-Berufungsgericht für den D.C. Circuit eine strafrechtliche Untersuchung wegen Missachtung des Gerichts gegen hochrangige Beamte der Trump-Administration gestoppt. Diese Beamten sollen sich geweigert haben, einer Anordnung aus dem Jahr 2025 Folge zu leisten, die Abschiebeflüge venezolanischer Migranten nach El Salvador zu stoppen. Die Mehrheitsmeinung von Richterin Neomi Rao bezeichnete die Untersuchung des Bezirksgerichts als „eindringlichen … Eingriff in die Autonomie der Exekutive“. Bedeutung für die Mobilität: Die Entscheidung stärkt die weitreichende präsidentielle Entscheidungsfreiheit gemäß dem Alien Enemies Act und signalisiert, dass Gerichte zögern könnten, schnelle Abschiebeprogramme zu hinterfragen – selbst wenn betroffene Staatsangehörige Verfahrensrechtsverletzungen geltend machen. Für Manager der Unternehmensmobilität unterstreicht das Urteil die Unsicherheiten, denen aus politisch sensiblen Regionen stammende Ausländer ausgesetzt sind, und erhöht das Risiko für Geschäftsreisende und entsandte Mitarbeiter mit unsicherem Aufenthaltsstatus. Hintergrund des Falls: Im März 2025 berief sich Präsident Trump auf den Alien Enemies Act aus dem 18. Jahrhundert, um beschleunigte Abschiebungen von Venezolanern mit angeblichen Verbindungen zu Banden anzuordnen. Der US-Bezirksrichter James Boasberg forderte, die Flüge in der Luft umzudrehen; als die Beamten nicht folgten, leitete er Verfahren wegen Missachtung des Gerichts ein. Die Berufungsentscheidung vom Dienstag beendet diese Untersuchung mit Verweis auf die Gewaltenteilung. Praktische Erkenntnisse: • Unternehmen mit venezolanischen Mitarbeitern sollten künftige Durchsetzungswellen genau beobachten und ihre Mitarbeiter anweisen, stets aktuelle Nachweise über ihren legalen Aufenthaltsstatus mitzuführen. • Einwanderungsanwälte gehen davon aus, dass die Regierung die Entscheidung als Freibrief für die Wiederaufnahme von Charter-Abschiebungen in Drittstaaten sieht – was humanitäre Aufenthaltsgenehmigungen und Verfahren zu TPS erschweren könnte. Nächste Schritte: Die Kläger, vertreten durch die ACLU, könnten den Obersten Gerichtshof anrufen, doch vorläufige Schutzmaßnahmen für betroffene Arbeitnehmer bleiben ungewiss. Arbeitgeber sollten in Entsendungsverträgen Klauseln für Notfall-Evakuierungen bei besonders gefährdeten Mitarbeitergruppen aufnehmen.
Quelle: CBS News