
Am 22. April 2026 veröffentlichte die Zivilluftfahrtbehörde Chinas (CAAC) ihren lang erwarteten Statistikbericht für das Kalenderjahr 2025. Die Daten bestätigen, dass die chinesischen Fluggesellschaften im vergangenen Jahr 770 Millionen Passagiere beförderten – ein Anstieg um 5,5 Prozent, der das Verkehrsaufkommen auf nur noch drei Prozent unter dem Vorkrisenniveau liegen lässt. Besonders auffällig war die internationale Erholung: Strecken zu 147 Städten in 65 Ländern verzeichneten ein Passagierwachstum von über 20 Prozent sowie ein ähnlich starkes Wachstum im Frachtbereich. Für Geschäftsreisemanager bedeutet das, dass Direktverbindungen schnell zurückkehren: Chinesische Airlines nahmen Flüge nach Riad, Dublin und Nairobi auf, während die bilaterale Kapazität in die USA um 18 Prozent stieg, nachdem die Behörden zehn neue wöchentliche Frequenzen genehmigt hatten. Auch die Infrastruktur hielt Schritt. China schloss 2025 mit 270 Verkehrsflughäfen ab – sieben mehr als im Vorjahr – und verfügte über 4.574 im Einsatz befindliche Verkehrsflugzeuge. Bemerkenswert: 220 dieser Jets waren inländische COMAC-Modelle – ein wichtiger Meilenstein in Pekings Strategie zur Flottenlokalisierung und zur Verringerung der Abhängigkeit von US-Exportkontrollen. Auch die Betriebssicherheit verbesserte sich: Die Pünktlichkeitsrate bei Inlandsflügen erreichte mit 91,1 Prozent den besten Wert im Asien-Pazifik-Raum, und die durchschnittlichen Verspätungen sanken auf sieben Minuten. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass die nachpandemischen Reformen im Luftverkehrsmanagement – insbesondere die verpflichtende Collaborative Decision-Making (CDM) an den 28 verkehrsreichsten Flughäfen – Früchte tragen. Für multinationale Unternehmen ist der Bericht mehr als nur eine Bilanz: Er signalisiert, dass die Fluggesellschaften bis Mitte 2026 wieder das Vorkrisenniveau bei der Flugfrequenz erreichen werden, was die Mobilität der Mitarbeiter erleichtert und Zwischenstopps bei Multi-City-Reisen verkürzt. Gleichzeitig kehrt mit der steigenden Nachfrage die Knappheit an Start- und Landerechten in Peking und Shanghai zurück, weshalb die CAAC mit differenzierten Slot-Gebühren für Spitzenzeiten droht – ein Punkt, den Unternehmen bei der Reiseplanung für 2027 im Auge behalten sollten.
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