
Österreichische Geschäftsreisende, die es gewohnt sind, einen kabinentauglichen Trolley in das Gepäckfach zu quetschen, müssen ihre Packstrategie bald überdenken. Ab dem 28. April 2026 führt die Lufthansa Group – Muttergesellschaft der Austrian Airlines – den neuen Einstiegstarif „Economy Basic“ ein. Dieser startet zunächst auf ausgewählten Kurz- und Mittelstrecken und wird bis Ende des Jahres im gesamten Streckennetz ausgerollt. Der günstigste Tarif beinhaltet nur noch ein kleines persönliches Gepäckstück (max. 40 × 30 × 15 cm), das unter den Sitz passen muss; ein Rollkoffer oder aufgegebenes Gepäck kostet ab 15 Euro pro Strecke extra.
Diese Änderung ist Teil einer umfassenden Vereinfachung, bei der die Gruppe künftig vier Economy- und drei Business-Tariffamilien anbietet. Laut Managern reagiert man damit auf „Kundenwünsche nach Transparenz und Wahlfreiheit“. Verbraucherorganisationen wie BEUC kritisieren jedoch, dass dadurch Gebühren für etwas normalisiert werden, das viele Passagiere weiterhin als unverzichtbar ansehen. Austrian Airlines erklärte gegenüber lokalen Medien, dass Firmenkunden mit Flex- oder Classic-Tarifen keine Änderungen zu erwarten haben. Beschaffungsteams, die für Tagesreisen die günstigsten Tickets buchen, müssen jedoch mit höheren Nebenkosten rechnen, sofern die Reiserichtlinien nicht angepasst werden.
Warum das für Mobilitätsteams wichtig ist:
1) Reisebudgets müssen angepasst werden – eine Tagesreise Wien–Frankfurt kann nun bis zu 30 Euro zusätzliche Gepäckgebühren verursachen.
2) Reisekommunikation sollte die Größenbeschränkungen klar hervorheben, um teure Nachzahlungen am Gate von 35 Euro und mehr zu vermeiden.
3) Entsandte, die nach Österreich umziehen, könnten bei Buchung des Basic-Tarifs für wichtige Dokumente extra zahlen müssen.
4) Die Maßnahme setzt einen Präzedenzfall, dem andere europäische Full-Service-Fluggesellschaften folgen könnten, da die Treibstoffkosten weiter steigen.
Hintergrund: Die Lufthansa Group entbündelt ihre Leistungen seit 2015 schrittweise – zunächst wurden bei Light-Tarifen kostenlose Gepäckstücke gestrichen, später kostenpflichtige Sitzplatzreservierungen eingeführt. Analysten sehen in der Verlagerung von Zusatzumsätzen auf Kurzstrecken eine Reaktion auf den 106 %igen Anstieg der Kerosinpreise im Jahresvergleich, bedingt durch die Krise im Golf. Für Österreich, wo Austrian Airlines rund 55 % der Slots am Flughafen Wien kontrolliert, setzt diese Entscheidung den Marktstandard.
Praktische Tipps: Österreichische Arbeitgeber können die Gebühr umgehen, indem sie den „Light“-Tarif buchen, der weiterhin ein Handgepäckstück von 55 × 40 × 23 cm erlaubt, oder auf Firmenvertragstarife zurückgreifen. Reisende, die den Basic-Tarif buchen müssen, sollten das Gepäck vorab online für mindestens 15 Euro bezahlen; am Flughafen beginnt die Gebühr bei 25 Euro. Mobilitätsmanager sollten ihre Buchungstools und Spesenrichtlinien entsprechend anpassen.
Diese Änderung ist Teil einer umfassenden Vereinfachung, bei der die Gruppe künftig vier Economy- und drei Business-Tariffamilien anbietet. Laut Managern reagiert man damit auf „Kundenwünsche nach Transparenz und Wahlfreiheit“. Verbraucherorganisationen wie BEUC kritisieren jedoch, dass dadurch Gebühren für etwas normalisiert werden, das viele Passagiere weiterhin als unverzichtbar ansehen. Austrian Airlines erklärte gegenüber lokalen Medien, dass Firmenkunden mit Flex- oder Classic-Tarifen keine Änderungen zu erwarten haben. Beschaffungsteams, die für Tagesreisen die günstigsten Tickets buchen, müssen jedoch mit höheren Nebenkosten rechnen, sofern die Reiserichtlinien nicht angepasst werden.
Warum das für Mobilitätsteams wichtig ist:
1) Reisebudgets müssen angepasst werden – eine Tagesreise Wien–Frankfurt kann nun bis zu 30 Euro zusätzliche Gepäckgebühren verursachen.
2) Reisekommunikation sollte die Größenbeschränkungen klar hervorheben, um teure Nachzahlungen am Gate von 35 Euro und mehr zu vermeiden.
3) Entsandte, die nach Österreich umziehen, könnten bei Buchung des Basic-Tarifs für wichtige Dokumente extra zahlen müssen.
4) Die Maßnahme setzt einen Präzedenzfall, dem andere europäische Full-Service-Fluggesellschaften folgen könnten, da die Treibstoffkosten weiter steigen.
Hintergrund: Die Lufthansa Group entbündelt ihre Leistungen seit 2015 schrittweise – zunächst wurden bei Light-Tarifen kostenlose Gepäckstücke gestrichen, später kostenpflichtige Sitzplatzreservierungen eingeführt. Analysten sehen in der Verlagerung von Zusatzumsätzen auf Kurzstrecken eine Reaktion auf den 106 %igen Anstieg der Kerosinpreise im Jahresvergleich, bedingt durch die Krise im Golf. Für Österreich, wo Austrian Airlines rund 55 % der Slots am Flughafen Wien kontrolliert, setzt diese Entscheidung den Marktstandard.
Praktische Tipps: Österreichische Arbeitgeber können die Gebühr umgehen, indem sie den „Light“-Tarif buchen, der weiterhin ein Handgepäckstück von 55 × 40 × 23 cm erlaubt, oder auf Firmenvertragstarife zurückgreifen. Reisende, die den Basic-Tarif buchen müssen, sollten das Gepäck vorab online für mindestens 15 Euro bezahlen; am Flughafen beginnt die Gebühr bei 25 Euro. Mobilitätsmanager sollten ihre Buchungstools und Spesenrichtlinien entsprechend anpassen.
Quelle: The Local Austria
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Österreich.Mehr von Österreich
Alle anzeigen
DB-Streckenarbeiten unterbrechen Passauer Strecke: ÖBB stellt Umleitungsplan für die Weststrecke Österreich-Deutschland vor
Stürme und Personalmangel bei der Flugsicherung legen 1.680 Flüge in Europa lahm – Flughafen Wien zählt zu den betroffenen Drehkreuzen