
Das Update vom 24. April von China Briefing bestätigt, dass Hongkong seine Anzahl umfassender Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) auf 57 erhöht hat, mit jüngsten Unterzeichnungen in Bischkek (2. März) und Bridgetown (19. März). Nach der Ratifizierung wird das Abkommen mit Kirgisistan die Quellensteuer auf Dividenden auf 5 % und auf Zinsen sowie Lizenzgebühren auf 8 % begrenzen, während das Abkommen mit Barbados qualifizierte Hongkonger Einwohner vollständig von der Dividendensteuer befreien wird. Das Abkommen mit Norwegen, das im Dezember 2025 in Kraft treten soll und noch auf die parlamentarische Zustimmung wartet, wird die Quellensteuer auf Dividenden auf 5 % oder 15 % senken. Für Unternehmen, die Mitarbeiter versetzen, sind DBA ein entscheidendes Instrument zur Senkung der Entsendekosten, da sie eine Doppelbesteuerung von Gehalt, Rentenbeiträgen und Einkünften aus Beteiligungen verhindern. Die neuesten Abkommen erweitern Hongkongs Einfluss in Zentralasien und der Karibik – Regionen, die zunehmend für Fintech-Outsourcing und Captive-Service-Center ins Visier genommen werden. Teams, die „Nearshore“-Standorte prüfen, können nun günstigere effektive Steuersätze modellieren, wenn Gewinne oder Managementgebühren über Hongkonger Hauptsitze geleitet werden. Das Finanzamt (IRD) hat seinen konsolidierten Tarifplan bereits aktualisiert und wird voraussichtlich kurz nach der Ratifizierung ein elektronisches Portal für die Ausstellung von Ansässigkeitsbescheinigungen (CoR) für Kirgisistan und Barbados öffnen. Mobility-Experten sollten Entsandte darauf hinweisen, dass DBA-Vorteile nicht automatisch gelten: Nachweise über Wohnsitz, wirtschaftliches Eigentum und Substanztests sind weiterhin erforderlich. Insider berichten, dass das Finanz- und Schatzamt Hongkongs Verhandlungen mit Oman und Slowenien beschleunigt und als nächstes afrikanische und lateinamerikanische Partner priorisieren wird. Ziel ist es, den Status der Stadt als „Asia-plus“-Drehkreuz zu stärken, das sowohl Investoren der Belt-and-Road-Initiative als auch westlichen multinationalen Konzernen eine neutrale Plattform bietet. Praktisch sollten Personal- und Steuerabteilungen die Kostenschätzungen für Entsendungen ab 2027 aktualisieren – dem frühesten Jahr, in dem die neuen Abkommen für die Hongkonger Gehaltssteuer gelten. Eine frühzeitige Abstimmung der Lohnabrechnung und der Berechnung von Schattengehältern stellt sicher, dass Entsandte von Anfang an von Steuererleichterungen profitieren und teure Korrekturen zum Jahresende vermieden werden.
Quelle: China Briefing
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