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Einführung des biometrischen EES führt zu Wartezeiten von ein bis drei Stunden an Italiens wichtigsten Flughäfen

Apr. 24, 2026
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Einführung des biometrischen EES führt zu Wartezeiten von ein bis drei Stunden an Italiens wichtigsten Flughäfen
Zwei Wochen nach der Einführung des EU-Ein- und Ausreisesystems (EES) an allen Außengrenzen Italiens müssen Nicht-EU-Passagiere laut Berichten der Reiseplattform Stamped Nomad vom 23. April weiterhin mit Wartezeiten von bis zu drei Stunden an den Flughäfen Rom-Fiumicino, Mailand-Malpensa, Pisa und Florenz rechnen. Erstanreisende müssen vor der Passkontrolle ein Gesichtsfoto und vier Fingerabdrücke abgeben; bei Wiederholungsbesuchen sollte der Vorgang schneller gehen, doch technische Probleme an den Terminals und Personalmangel verzögern den Ablauf. Die Verzögerungen führten bereits dazu, dass 122 Ryanair-Passagiere in Bergamo Anschlussflüge verpassten und mehrere EasyJet-Abflüge in Mailand betroffen waren. Dies könnte zu EU-261-Entschädigungsforderungen führen, die die Fluggesellschaften möglicherweise mit dem Verweis auf „außergewöhnliche Umstände“ abwehren wollen. Airlines raten nun Nicht-EU-Reisenden, mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein – doppelt so lang wie bisher bei Flügen im Schengen-Raum. Geschäftsreisende müssen sich schnell anpassen: Reiseverantwortliche sollten Buchungssysteme aktualisieren, um längere Mindestanschlusszeiten anzuzeigen, Mitarbeiter darauf hinweisen, italienische Aufenthaltstitel mitzuführen (diese berechtigen zu schnelleren Kontrollwegen) und das Personal darin schulen, den QR-Code der EES-Registrierung für die Ausreise bereit zu halten. Arbeitgeber sollten zudem häufig Reisende daran erinnern, dass das automatisierte System die 90-Tage-in-180-Tage-Schengenregel strikt überwacht, was das Risiko von Überziehungen erhöht. Die italienische Grenzpolizei kündigt an, vor der Sommersaison zusätzliche Selbstbedienungsterminals in Fiumicino und Malpensa zu installieren, während die EU ab Mai eine Smartphone-App zur Vorregistrierung testet. Bis sich die Abläufe verbessern, sollten Unternehmen längere Wartezeiten einplanen und wichtige Termine möglichst auf den Tag nach der Ankunft legen, um Risiken zu minimieren.
Quelle: Stamped Nomad

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