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Überarbeitung des „Earned Settlement“ verdoppelt Wartezeit für die meisten Fachkräfte auf eine Niederlassungserlaubnis

Apr. 25, 2026
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Überarbeitung des „Earned Settlement“ verdoppelt Wartezeit für die meisten Fachkräfte auf eine Niederlassungserlaubnis
Das Vereinigte Königreich bereitet die größte Reform der Daueraufenthaltsregelungen seit zwei Jahrzehnten vor, während Minister das neue „Earned Settlement“-System finalisieren, das noch in diesem Jahr vorgestellt werden soll. Laut einem Bericht des Financial Express sieht der Entwurf vor, die Mindestqualifikationsdauer für die unbefristete Niederlassungserlaubnis (Indefinite Leave to Remain, ILR) für die meisten Visuminhaber, darunter auch die Hauptgruppe der Skilled Worker, von fünf auf zehn Jahre zu erhöhen.

Im Gegensatz zum bisherigen Modell, das allein auf der Aufenthaltsdauer basiert, wird das neue System eine gleitende Skala einführen, die wirtschaftlichen Beitrag und Integration belohnt. Sehr gut Verdienende, die den Spitzensteuersatz zahlen, könnten bereits nach drei Jahren eine Niederlassungserlaubnis erhalten, während Schlüsselkräfte im öffentlichen Sektor – Ärzte, Lehrer, Pflegekräfte – sowie Partner britischer Staatsbürger weiterhin nach fünf Jahren Anspruch haben. Inhaber von Gesundheits- und Pflegevisa, die nicht als „wirtschaftlich netto beitragend“ gelten, müssten möglicherweise 15 Jahre warten.

Überarbeitung des „Earned Settlement“ verdoppelt Wartezeit für die meisten Fachkräfte auf eine Niederlassungserlaubnis


Zusätzliche Voraussetzungen umfassen ein einwandfreies Führungszeugnis, kontinuierliche Sozialversicherungsbeiträge und Englischkenntnisse auf A-Level-Niveau. Das Innenministerium betont, dass das Ziel darin bestehe, „Eigenständigkeit zu fördern“, doch Migrationsrechtler warnen, dass dies die mittelfristige Nachfolgeplanung für britische Tochtergesellschaften, die auf die Versetzung von Fachkräften in der Mitte ihrer Karriere angewiesen sind, erschweren könnte.

Unternehmen stehen nun vor wichtigen Entscheidungen: Entweder sie beschleunigen ILR-Anträge vor Inkrafttreten der neuen Regelungen oder bereiten sich darauf vor, längere Visaverlängerungen zu finanzieren. Jede Verlängerung für Skilled Worker kostet Arbeitgeber derzeit bis zu 1.500 Pfund an Gebühren sowie 624 Pfund pro Jahr für den Immigration Health Surcharge – Kosten, die sich über einen Zeitraum von zehn Jahren verdoppeln können. Auch internationale Entsendungen könnten überdacht werden, falls sich der Weg zur Niederlassungserlaubnis verlängert.

Die neue Politik unterstreicht einen allgemeinen Trend hin zu einem punktebasierten System für dauerhafte Aufenthaltsrechte: Beitrag statt bloße Aufenthaltsdauer. Führungskräfte im Bereich Mobilität sollten ihre internationalen Talentpools informieren, die finanziellen Auswirkungen längerer Verlängerungen kalkulieren und alternative britische Einwanderungskategorien wie Global Talent oder Innovator Founder in Betracht ziehen, die weiterhin schnellere Wege zur Niederlassung bieten.
Quelle: The Financial Express

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