
Britische Reisende, die sich auf den Kontinent für den Frühsommerurlaub begeben, stehen vor dem ersten echten Praxistest des neuen Ein- und Ausreisesystems (EES) der Europäischen Union – und die Erfahrungen sind chaotisch. Berichte von sechs der beliebtesten Urlaubsziele der Briten – Rom Fiumicino, Palma de Mallorca, Lissabon, Frankfurt, Paris Charles-de-Gaulle und Barcelona – sprechen von Wartezeiten von bis zu drei Stunden an den Nicht-EU-Schaltern, wobei Dutzende Passagiere ihre Rückflüge oder Anschlusszüge verpasst haben.
Das EES, das seit dem 15. April für Flugreisen gilt, verlangt von allen „Drittstaatsangehörigen“, darunter auch Briten, bei der ersten Einreise in den Schengen-Raum die Abgabe von Gesichtsbildern und vier Fingerabdrücken. Kioske und Schalter mit Personal kommen mit dem Ansturm zu Stoßzeiten nicht zurecht, und Flughäfen haben nur langsam Personal von den inzwischen überflüssigen Passstempel-Schaltern umgeschichtet.
Die Störungen bereiten vor allem britischen Unternehmen Kopfzerbrechen, die auf schnelle und kostengünstige Verbindungen zu europäischen Drehkreuzen angewiesen sind. Reiseleiter mehrerer multinationaler Konzerne berichteten Global Mobility News, dass sie ihre Annahmen zu den Reisezeiten von Tür zu Tür überarbeiten und Reisende anweisen, bei jeder Auslandsreise 90 bis 120 Minuten zusätzlich einzuplanen. Verpasste Flüge führen zu verpassten Kundenterminen und Strafgebühren für Umbuchungen – Kosten, die letztlich die Projektbudgets belasten.
Griechenland hat bereits eigenmächtig reagiert und am 19. April angekündigt, dass britische Passinhaber, die direkt nach Athen oder Thessaloniki fliegen, bis mindestens September eine „nicht-biometrische“ Spur nutzen können – ein Schritt zum Schutz des wichtigen britischen Tourismusmarktes. Andere Mittelmeerländer stehen unter Druck von Fluggesellschaften und Hoteliers, diese Ausnahme zu übernehmen, doch bisher hat nur Italien eine teilweise Einführung während der Hauptreisezeit im August angedeutet.
Für britische Unternehmen ist die Botschaft klar: Das EES ist gekommen, um zu bleiben, und die Eingewöhnungsphase könnte den ganzen Sommer andauern. Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter über den neuen Prozess informieren, sicherstellen, dass die Pässe mindestens zwei freie Seiten für manuelle Stempel haben, falls die Maschinen ausfallen, und nach Möglichkeit flexible Tarife buchen. Organisationen, die regelmäßig Techniker für 24- oder 48-Stunden-Einsätze entsenden, sollten erwägen, Teams aufzuteilen, damit mindestens ein Techniker im Land bleibt, um Terminverschiebungen abzufangen.
Mit Blick auf die Zukunft müssen Mobilitätsteams in Unternehmen die EES-Verzögerungen bereits in die Budgets für 2027 einplanen, denn die separate ETIAS-Reisegenehmigung ist für Ende 2026 vorgesehen und bringt eine weitere Verwaltungsebene mit sich. Die digitale Grenzkontrolle verspricht mehr Sicherheit, doch kurzfristig bedeutet sie Produktivitätsverluste und Frustration bei den Reisenden.
Das EES, das seit dem 15. April für Flugreisen gilt, verlangt von allen „Drittstaatsangehörigen“, darunter auch Briten, bei der ersten Einreise in den Schengen-Raum die Abgabe von Gesichtsbildern und vier Fingerabdrücken. Kioske und Schalter mit Personal kommen mit dem Ansturm zu Stoßzeiten nicht zurecht, und Flughäfen haben nur langsam Personal von den inzwischen überflüssigen Passstempel-Schaltern umgeschichtet.
Die Störungen bereiten vor allem britischen Unternehmen Kopfzerbrechen, die auf schnelle und kostengünstige Verbindungen zu europäischen Drehkreuzen angewiesen sind. Reiseleiter mehrerer multinationaler Konzerne berichteten Global Mobility News, dass sie ihre Annahmen zu den Reisezeiten von Tür zu Tür überarbeiten und Reisende anweisen, bei jeder Auslandsreise 90 bis 120 Minuten zusätzlich einzuplanen. Verpasste Flüge führen zu verpassten Kundenterminen und Strafgebühren für Umbuchungen – Kosten, die letztlich die Projektbudgets belasten.
Griechenland hat bereits eigenmächtig reagiert und am 19. April angekündigt, dass britische Passinhaber, die direkt nach Athen oder Thessaloniki fliegen, bis mindestens September eine „nicht-biometrische“ Spur nutzen können – ein Schritt zum Schutz des wichtigen britischen Tourismusmarktes. Andere Mittelmeerländer stehen unter Druck von Fluggesellschaften und Hoteliers, diese Ausnahme zu übernehmen, doch bisher hat nur Italien eine teilweise Einführung während der Hauptreisezeit im August angedeutet.
Für britische Unternehmen ist die Botschaft klar: Das EES ist gekommen, um zu bleiben, und die Eingewöhnungsphase könnte den ganzen Sommer andauern. Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter über den neuen Prozess informieren, sicherstellen, dass die Pässe mindestens zwei freie Seiten für manuelle Stempel haben, falls die Maschinen ausfallen, und nach Möglichkeit flexible Tarife buchen. Organisationen, die regelmäßig Techniker für 24- oder 48-Stunden-Einsätze entsenden, sollten erwägen, Teams aufzuteilen, damit mindestens ein Techniker im Land bleibt, um Terminverschiebungen abzufangen.
Mit Blick auf die Zukunft müssen Mobilitätsteams in Unternehmen die EES-Verzögerungen bereits in die Budgets für 2027 einplanen, denn die separate ETIAS-Reisegenehmigung ist für Ende 2026 vorgesehen und bringt eine weitere Verwaltungsebene mit sich. Die digitale Grenzkontrolle verspricht mehr Sicherheit, doch kurzfristig bedeutet sie Produktivitätsverluste und Frustration bei den Reisenden.
Quelle: Express (via NewsMinimalist)