
In einer unerwarteten Verfahrensänderung hat die USCIS bekannt gegeben, dass alle im Mai 2026 eingereichten Anträge auf Statusanpassung im Beschäftigungsbereich nach dem strengeren Final Action Dates (FAD)-Kalender bearbeitet werden müssen, anstatt nach dem bisher großzügigeren Dates for Filing (DFF)-Raster, das in den letzten sechs Monaten galt. ClinchLaw Immigration News analysierte am 4. Mai die Auswirkungen und stellte fest, dass sich die tatsächlichen Stichtage im FAD-Kalender im Vergleich zum April nicht geändert haben. Dennoch verlieren Tausende potenzieller Antragsteller die Möglichkeit zur Einreichung, da ihre Prioritätsdaten unter dem strengeren Maßstab nicht mehr aktuell sind. Besonders betroffen sind Fachkräfte aus Indien und China. Die EB-2-Kategorie für Indien rückt um etwa sechs Monate zurück auf den 15. Juli 2014, während EB-3 Indien um vierzehn Monate auf den 15. November 2013 zurückfällt. Auch chinesische EB-1- und EB-3-Antragsteller verlieren mehrere Monate an Berechtigung. Für die meisten anderen Länder bleiben EB-1 und EB-2 aktuell, was eine Einreichungsmöglichkeit erhält – allerdings nur, wenn die Antragsteller rechtzeitig medizinische Untersuchungen und Unternehmensunterschriften vorlegen können. Die Entscheidung deutet darauf hin, dass die USCIS nun von einer ausreichenden Nachfrage ausgeht, um das Kontingent für beschäftigungsbasierte Visa im Haushaltsjahr 2026 auszuschöpfen, ohne zusätzliche Anträge zu fördern. Das Außenministerium warnt, dass bei einer Erholung der konsularischen Visaerteilung im weiteren Jahresverlauf einige Stichtage sogar zurückfallen könnten. Arbeitgeber sollten die Prioritätsdaten ihrer Mitarbeiter mit dem FAD-Kalender abgleichen, bevor sie Antragskosten verursachen, und gegebenenfalls H-1B-Status oder Auslandseinsätze länger als geplant verlängern, falls sich die Green-Card-Zeiträume ausdehnen. Praktisch sollten Antragsteller, die derzeit nicht einreichen können, abgeschlossene medizinische Untersuchungen (Formular I-693 ist zwei Jahre ab Versiegelung gültig) aufbewahren und die zukünftigen Visa Bulletins im Auge behalten. Die früheste Rückkehr zum großzügigeren DFF-Kalender ist frühestens im Oktober 2026 mit Beginn des neuen Haushaltsjahres zu erwarten. Bis dahin müssen Mobility-Manager ihre Personalplanung anpassen und die Verzögerungen den betroffenen Talenten transparent kommunizieren.
Quelle: ClinchLaw Immigration News