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Das Außenministerium nimmt die Bearbeitung von Lkw-Fahrer-Visa wieder auf – mit strengeren CDL- und Englischprüfungen

Mai 6, 2026
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Das Außenministerium nimmt die Bearbeitung von Lkw-Fahrer-Visa wieder auf – mit strengeren CDL- und Englischprüfungen
Nach einer achtmonatigen Pause hat das US-Außenministerium die Ausstellung von Visa für ausländische Berufskraftfahrer wieder aufgenommen – allerdings unter deutlich strengeren Auflagen. Laut einem Bericht von Carrier Atlas vom 5. Mai 2026 müssen Bewerber nun funktionale Englischkenntnisse nachweisen, einen in den USA ausgestellten oder anerkannten Führerschein für Berufskraftfahrer (CDL) besitzen oder belegen, dass sie diesen erhalten können, sowie eine einwandfreie Sicherheitsbilanz vorlegen. Die Überarbeitung bringt die Visa-Prüfung in Einklang mit den Datenintegritätsvorgaben der Federal Motor Carrier Safety Administration (FMCSA), denen bereits inländische Fahrer unterliegen.

Bisher erlaubte die Kategorie „non-domiciled CDL“ ausländischen Fahrern, mit eingeschränkter Hintergrundüberprüfung in den USA zu arbeiten. Fuhrparkleiter beklagten, dass sie Unfallhistorien oder Führerscheinverstöße außerhalb des CDLIS-Systems nicht überprüfen konnten. Indem das Außenministerium diese Sorgfaltspflicht bereits im Visumsgespräch ansetzt, soll eine große Sicherheits- und Haftungslücke geschlossen werden.

Das Außenministerium nimmt die Bearbeitung von Lkw-Fahrer-Visa wieder auf – mit strengeren CDL- und Englischprüfungen


Für Transportunternehmen ist die neue Regelung ein zweischneidiges Schwert. Verifizierte Englischkenntnisse und Sicherheitsnachweise dürften die Fahrleistung verbessern und Compliance-Probleme verringern, gleichzeitig verlängern die zusätzlichen Prüfungen die Bearbeitungszeiten und verringern vermutlich die Zahl der verfügbaren ausländischen Fahrer – ein Problem in Regionen mit ohnehin schon akutem Fahrermangel.

Grenzüberschreitende Flotten auf den Strecken USA–Mexiko oder USA–Kanada sollten sicherstellen, dass die ausländischen Führerscheine ihrer Fahrer im Rahmen von Gegenseitigkeitsabkommen anerkannt werden und die neuen Visakriterien erfüllen. Unternehmen, die auf ausländische Fahrer angewiesen sind, sollten längere Vorlaufzeiten einplanen, Prämien zur Mitarbeiterbindung für qualifizierte Bewerber erwägen und die strengeren Anforderungen in ihre Stellenanzeigen integrieren.

Das Außenministerium hat keinen Zeitplan zur Abwicklung des während der Pause entstandenen Antragsstaus veröffentlicht, weshalb Personalplanungen für das dritte und vierte Quartal weiterhin mit Unsicherheiten rechnen müssen.
Quelle: Carrier Atlas Freight Intelligence

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