
Bei der jährlichen Generalversammlung der pro-europäischen Organisation Europäische Bewegung Schweiz am Samstag, den 9. Mai 2026, widmete Bundesrat Ignazio Cassis fast seine gesamte Grundsatzrede der Mobilitätsdimension der Beziehung der Schweiz zur Europäischen Union. Das Dossier nannte der Aussenminister „strategisch“ und erinnerte die Delegierten daran, dass Wohlstand, Sicherheit und Innovationskraft der Schweiz stark vom Freizügigkeitsabkommen von 1999 und dem umfassenderen Schengen-Rahmen abhängen, die es Menschen und Waren ermöglichen, Grenzen mit minimalen Hindernissen zu passieren.
Der Zeitpunkt von Cassis’ Intervention ist bedeutsam: Der Bundesrat und die Europäische Kommission unterzeichneten Anfang März das lang erwartete Paket „Bilaterale III“; das Schweizer Parlament wird die 18 Rechtsakte in seiner Juni-Session prüfen. Obwohl das Paket neue Bereiche wie Elektrizität und Lebensmittelsicherheit abdeckt, betonte Cassis, dass das wirtschaftliche Rückgrat weiterhin die Fähigkeit der Unternehmen ist, EU-Fachkräfte schnell zu rekrutieren, und dass Schweizer Bürger überall in der Union arbeiten, studieren und Dienstleistungen erbringen können. „Stabilität gibt es nicht umsonst; sie ist das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen“, sagte er und warnte davor, die Arbeitsmobilität in Zeiten globaler Fachkräftemangel zu politisieren.
Seine Worte richteten sich auch an das Inland: Mehrere kantonale Initiativen – sowie eine landesweite Volksabstimmung am 14. Juni – zielen darauf ab, die Nettozuwanderung zu begrenzen oder neue Zulassungsquoten einzuführen. Cassis argumentierte, dass das Errichten neuer Schranken den Zugang zum EU-Binnenmarkt gefährden, die administrativen Kosten für Arbeitgeber erhöhen und grenzüberschreitende Lieferketten, die bereits durch den Krieg im Iran und anhaltende Logistikengpässe belastet sind, weiter schwächen würde.
Für Mobility-Manager in Unternehmen ist die Rede ein frühes Signal, dass der Bundesrat im Vorfeld des Referendums intensiv für die Freizügigkeit werben wird. HR-Teams, die Mitarbeitende in die Schweiz oder ins Ausland entsenden, sollten dennoch Notfallpläne vorbereiten: Falls eine der anti-immigrationspolitischen Initiativen Erfolg hat, könnten sich die Bearbeitungszeiten für Arbeitserlaubnisse verlängern und Gehaltsschwellen steigen. Multinationale Unternehmen wird daher geraten, die Umzüge für 2026 vorzuziehen und die parlamentarischen Debatten genau zu verfolgen.
Abschliessend nutzte Cassis die Plattform, um die EU-Partner zu beruhigen: Die Schweiz werde das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) sowie die verzögerte ETIAS-Reisegenehmigung termingerecht umsetzen. Er bestätigte, dass die Flughäfen Zürich und Genf die Belastungstests der biometrischen Kioske abgeschlossen haben und die kürzlich von Brüssel genehmigte „Flex-Mode“-Übergangsregelung anwenden werden – eine Nachricht, die Vielflieger und Risikomanager im Reiseverkehr gleichermaßen begrüssen dürften.
Der Zeitpunkt von Cassis’ Intervention ist bedeutsam: Der Bundesrat und die Europäische Kommission unterzeichneten Anfang März das lang erwartete Paket „Bilaterale III“; das Schweizer Parlament wird die 18 Rechtsakte in seiner Juni-Session prüfen. Obwohl das Paket neue Bereiche wie Elektrizität und Lebensmittelsicherheit abdeckt, betonte Cassis, dass das wirtschaftliche Rückgrat weiterhin die Fähigkeit der Unternehmen ist, EU-Fachkräfte schnell zu rekrutieren, und dass Schweizer Bürger überall in der Union arbeiten, studieren und Dienstleistungen erbringen können. „Stabilität gibt es nicht umsonst; sie ist das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen“, sagte er und warnte davor, die Arbeitsmobilität in Zeiten globaler Fachkräftemangel zu politisieren.
Seine Worte richteten sich auch an das Inland: Mehrere kantonale Initiativen – sowie eine landesweite Volksabstimmung am 14. Juni – zielen darauf ab, die Nettozuwanderung zu begrenzen oder neue Zulassungsquoten einzuführen. Cassis argumentierte, dass das Errichten neuer Schranken den Zugang zum EU-Binnenmarkt gefährden, die administrativen Kosten für Arbeitgeber erhöhen und grenzüberschreitende Lieferketten, die bereits durch den Krieg im Iran und anhaltende Logistikengpässe belastet sind, weiter schwächen würde.
Für Mobility-Manager in Unternehmen ist die Rede ein frühes Signal, dass der Bundesrat im Vorfeld des Referendums intensiv für die Freizügigkeit werben wird. HR-Teams, die Mitarbeitende in die Schweiz oder ins Ausland entsenden, sollten dennoch Notfallpläne vorbereiten: Falls eine der anti-immigrationspolitischen Initiativen Erfolg hat, könnten sich die Bearbeitungszeiten für Arbeitserlaubnisse verlängern und Gehaltsschwellen steigen. Multinationale Unternehmen wird daher geraten, die Umzüge für 2026 vorzuziehen und die parlamentarischen Debatten genau zu verfolgen.
Abschliessend nutzte Cassis die Plattform, um die EU-Partner zu beruhigen: Die Schweiz werde das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) sowie die verzögerte ETIAS-Reisegenehmigung termingerecht umsetzen. Er bestätigte, dass die Flughäfen Zürich und Genf die Belastungstests der biometrischen Kioske abgeschlossen haben und die kürzlich von Brüssel genehmigte „Flex-Mode“-Übergangsregelung anwenden werden – eine Nachricht, die Vielflieger und Risikomanager im Reiseverkehr gleichermaßen begrüssen dürften.
Quelle: SWI swissinfo.ch
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