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Innenministerium plant Verknüpfung von Sozialleistungen mit Arbeit und Aufenthaltsdauer

Mai 20, 2026
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Innenministerium plant Verknüpfung von Sozialleistungen mit Arbeit und Aufenthaltsdauer
In einem separaten, aber verwandten Schritt berichtete Expats.cz am 19. Mai 2026, dass das tschechische Innenministerium eine Überarbeitung der Regeln für humanitäre Leistungen für Inhaber des vorübergehenden Schutzes aus der Ukraine plant. Laut dem Entwurf sollen Flüchtlinge nur dann weiterhin Anspruch auf die monatliche Leistung von 5.000 CZK haben, wenn sie aktiv beschäftigt sind, beim Arbeitsamt registriert sind oder ein Unternehmen führen – und sich mindestens 16 Tage im Monat physisch in Tschechien aufhalten. Das Ministerium argumentiert, dass diese Änderung eine schnellere Integration in den Arbeitsmarkt fördern und den finanziellen Druck auf den Staatshaushalt verringern soll, der seit März 2022 mehr als 14 Milliarden CZK für Unterstützungszahlungen ausgegeben hat. Kritiker aus dem Non-Profit-Sektor entgegnen, dass viele Neuankömmlinge keinen unmittelbaren Zugang zu Arbeitsplätzen oder Kinderbetreuung haben und strengere Bedingungen gefährdete Familien in die Armut treiben könnten. Ergänzend zu den verschärften Leistungsbedingungen wollen die Behörden auch die Anforderungen für ukrainische Staatsangehörige erhöhen, die eine fünfjährige „besondere langfristige Aufenthaltserlaubnis“ beantragen. Antragsteller müssten einen stabilen Wohnsitz, durchgehenden Krankenversicherungsschutz ohne Rückstände sowie Mindestjahreseinkommensgrenzen nachweisen, die sich nach der Familiengröße richten – ein bereits bestehendes System, das künftig wohl strenger durchgesetzt wird. Für multinationale Unternehmen könnte die geplante Kopplung der Leistungen an eine Beschäftigung ein zweischneidiges Schwert sein. Einerseits könnte sie den Pool legal ansässiger Arbeitskräfte erweitern, andererseits benötigen Personalabteilungen klare Richtlinien, wie sich der Verlust des Leistungsanspruchs auf den Aufenthaltsstatus oder die Lohnsteuerpflicht auswirkt. Beobachter erwarten, dass die Vorschläge in die umfassendere Migrationsnovelle eingebunden werden, die derzeit interministeriell abgestimmt wird. Das Kabinett soll das Paket vor der parlamentarischen Sommerpause diskutieren. Bei Verabschiedung noch in diesem Jahr könnten die Reformen der Leistungen bereits ab Januar 2027 in Kraft treten, was den Mobility-Teams der Unternehmen nur einen begrenzten Zeitraum lässt, um Onboarding-Prozesse, Vertragsklauseln und Mitarbeiterunterstützungsprogramme anzupassen.
Quelle: Expats.cz

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