
Ein ausführlicher Bericht, veröffentlicht am 21. Mai 2026 von der Migrationsberatungsfirma Off to Work, erläutert die aktuellen Pflichten und Rechte im Zusammenhang mit der speziellen „UKR“-Kennzeichnung im polnischen PESEL-Bevölkerungsregister. Dieser Status, der nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine eingeführt wurde, gewährt mehr als 1,5 Millionen vertriebenen Ukrainern vorübergehenden Schutz, Arbeitsrechte und Zugang zu ausgewählten Sozialleistungen. Besonders wichtig: Die Gültigkeit des UKR-Status wurde nun bis zum 4. März 2027 verlängert. Allerdings müssen Inhaber, die ihren PESEL ohne Reisepass erhalten haben, ihre Identität bis zum 31. August 2026 bei einer Gemeindeverwaltung bestätigen, sonst riskieren sie den Verlust ihres legalen Aufenthalts. Personen, die Polen länger als 30 Tage verlassen oder eine andere Aufenthaltsgrundlage erhalten, verlieren ebenfalls den Status. Für Arbeitgeber betont die Anleitung die weiterhin bestehende Pflicht, die Arbeitsagentur innerhalb von sieben Tagen nach Einstellung eines UKR-Status-Arbeitnehmers zu informieren – ein Schritt, der bei schnellen Einstellungsprozessen oft übersehen wird. Ein Versäumnis führt nicht automatisch zum Verlust des Arbeitsrechts, kann aber Bußgelder und administrative Verzögerungen nach sich ziehen. Diese Erinnerung erfolgt zu einer Zeit, in der viele ukrainische Staatsangehörige Sommerreisen in die Heimat planen. Mobility-Manager sollten ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, dass Auslandsaufenthalte von mehr als einem Monat den Schutzstatus beenden und eine Wiedereinreise nach den regulären visumfreien Bestimmungen erfordern – was die Vertragskontinuität erschweren kann. Unternehmen wird empfohlen, Reisen zu dokumentieren, Identitätsprüfungen für Mitarbeiter ohne Reisepass zu organisieren und langfristige Aufenthaltserlaubnisse für Schlüsselpersonen zu prüfen. Da die EU-Richtlinie zum vorübergehenden Schutz voraussichtlich 2027 ausläuft, ist eine frühzeitige Übergangsplanung – sei es zur polnischen vorübergehenden Aufenthaltserlaubnis, zur langfristigen EU-Genehmigung oder zur Staatsbürgerschaft – entscheidend, um Talente zu halten und die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen.
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