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Französische Polizei setzt neue biometrische EES-Kontrollen in Dover nach stundenlangen Warteschlangen aus

Mai 24, 2026
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Französische Polizei setzt neue biometrische EES-Kontrollen in Dover nach stundenlangen Warteschlangen aus
Französische Grenzbeamte setzten am Samstagnachmittag die neuen EU-Ein- und Ausreisekontrollen (EES) im Hafen von Dover vorübergehend aus, nachdem die Bearbeitungszeiten für Autos und Reisebusse bei über zwei Stunden in der sengenden Hitze von 30 °C angestiegen waren. Die Entscheidung – getroffen unter der Ausnahmebestimmung des Artikels 9 der EES-Verordnung für „außergewöhnliche Umstände“ – fiel, als Tausende britische Urlauber versuchten, zum langen Feiertagswochenende nach Calais zu gelangen. Bis zur Aussetzung mussten alle Nicht-EU-Reisenden nach Frankreich für ein Foto und einen Vier-Finger-Scan anhalten, damit ihre Bewegungen in der neuen EU-weiten biometrischen Datenbank erfasst werden konnten. Obwohl das System den Passstempel ersetzen und die Sicherheit an den Außengrenzen erhöhen soll, verlängerte die zusätzliche Prozedur die Abfertigung pro Person um etwa 30 bis 45 Sekunden; bei Spitzenaufkommen führte das schnell zu mehrstündigen Rückstaus, die sich vom Hafen bis auf die umliegenden Straßen erstreckten. Doug Bannister, Geschäftsführer des Hafens Dover, bezeichnete die Situation am Morgen als „frustrierend“ und bestätigte, dass die Polizei an der Grenze wieder auf klassische Passkontrollen umgestellt habe, um den Rückstau abzubauen. Der Vorfall war der erste große Belastungstest für das EES seit dessen vollständiger Einführung im Schengen-Raum am 10. April 2026. Fluggesellschaften und Fährbetreiber warnen seit langem, dass Land- und Seegrenzen – wo Reisende in ihren Fahrzeugen bleiben – die größte Kapazitätsherausforderung darstellen, da die Terminals nicht über den Platz für kioskartige Kontrollstationen wie an Flughäfen verfügen. Branchenverbände in Großbritannien und Frankreich fordern nun, die Lehren aus dem Engpass in Dover vor dem Start des noch komplexeren ETIAS-Reisegenehmigungssystems Ende 2026 zu berücksichtigen. Für Manager der Unternehmensmobilität lautet die Botschaft klar: Zusätzliche Pufferzeiten bei Reisen über die Kanalhäfen einplanen, Reisende auf mögliche kurzfristige Aussetzungen der biometrischen Kontrollen hinweisen und Transportverträge (Reisebusse, Chauffeurdienste) mit zeitkritischen Fahrplänen überprüfen. Unternehmen, die auf Tageslieferungen vom Vereinigten Königreich zum europäischen Festland angewiesen sind, sollten zudem alternative Routen über den Eurotunnel oder Luftfracht in Betracht ziehen, bis sich die Grenzabfertigung stabilisiert hat.
Quelle: The Guardian

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