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Landesweiter italienischer Verkehrsstreik wirkt sich auf Österreich aus: Flüge in Wien und Railjet-Verbindungen betroffen

Mai 29, 2026
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Landesweiter italienischer Verkehrsstreik wirkt sich auf Österreich aus: Flüge in Wien und Railjet-Verbindungen betroffen
Ein 24-stündiger Generalstreik, angeführt von CUB Trasporti, legt heute, am 29. Mai, Italiens Flughäfen, Eisenbahnen und Autobahnen lahm – und die Auswirkungen sind auch auf der österreichischen Seite der Alpen spürbar. Laut der Passagierrechte-Plattform AirAdvisor wurden rund 1.150 Flüge – fast die Hälfte aller Abflüge in Italien – außerhalb der gesetzlich geschützten Zeitfenster (07:00–10:00 und 18:00–21:00 Uhr) gestrichen, was etwa 179.000 Reisende betrifft. Darunter sind auch Austrian Airlines-Verbindungen zwischen Wien (VIE) und Mailand, Rom sowie Venedig, ebenso wie zahlreiche Flüge von Ryanair, Wizz Air und easyJet, die regionale österreichische Flughäfen mit Norditalien verbinden. Die ÖBB melden, dass die grenzüberschreitenden Railjet-Züge RJX 184 und 185 zwischen Wien und Bozen nur bis Innsbruck verkehren, während die Nightjet-Schlafzüge nach Rom und La Spezia ausgesetzt sind. Der Flughafen Wien empfiehlt Passagieren mit Flügen nach oder aus Italien, den aktuellen Status in Echtzeit zu prüfen und, wenn möglich, auf Termine außerhalb des Streikzeitraums umzubuchen. Nach EU-Verordnung 261 müssen Airlines Erstattungen oder Umbuchungen anbieten sowie Verpflegung und Unterkunft bereitstellen, doch oft lehnen sie Entschädigungsansprüche mit Verweis auf „außergewöhnliche Umstände“ ab. Passagierrechtsvertreter weisen darauf hin, dass Gerichte wiederholt entschieden haben, dass Streiks im Luftfahrtsektor **nicht automatisch** die Airlines von Entschädigungszahlungen befreien. Für Mobilitätsmanager stellen die kombinierten Störungen im Flug- und Bahnverkehr erhebliche Risiken für grenzüberschreitende Projektteams und Lieferketten dar. Unternehmen sollten Notfallpläne aktivieren, wo möglich auf den Straßenverkehr ausweichen – unter Berücksichtigung der am Samstag geplanten Brenner-Sperre – und Reisende daran erinnern, Belege für Erstattungsansprüche im Rahmen der Fürsorgepflicht aufzubewahren. Der Streik verdeutlicht, wie Arbeitskämpfe in einem Mitgliedstaat schnell das integrierte alpine Verkehrsnetz beeinflussen können. Firmen mit regelmäßigem Shuttle-Verkehr zwischen österreichischen Hauptstandorten und italienischen Werken sollten zusätzliche Puffer in den Zeitplänen einplanen oder während der intensiven Sommer-Tarifverhandlungen auf Homeoffice-Alternativen setzen.
Quelle: AirAdvisor

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