
Das Einwanderungsamt von Hongkong (ImmD) hat seine Maßnahmen gegen illegale Beschäftigung verschärft und am 29. Mai 2026 bekannt gegeben, dass zwischen dem 22. und 28. Mai bei landesweiten Einsätzen mit den Codenamen „Twilight“, „Contribute“ und „Champion“ 27 Personen festgenommen wurden. Die Beamten kontrollierten Restaurants, Renovierungsstellen und Einkaufszentren und nahmen 22 mutmaßliche illegale Arbeiter – überwiegend aus Südostasien – sowie fünf lokale Arbeitgeber fest. Die Festnahmen erfolgen vor dem Hintergrund zunehmenden politischen Drucks, niedrigqualifizierte Arbeitsplätze für Einheimische zu schützen, während die Sonderverwaltungszone gleichzeitig hochqualifizierte ausländische Fachkräfte anwirbt. Ein Sprecher des ImmD betonte, dass die Beschäftigung von Personen ohne Arbeitserlaubnis mit einer Höchststrafe von 500.000 HK$ Geldbuße und bis zu zehn Jahren Haft geahndet wird – Strafen, die seit 2024 nach mehreren aufsehenerregenden Fällen von Ausbeutung verdoppelt wurden. Geschäftsführer und Manager können persönlich haftbar gemacht werden, was durch eine Leitlinie des Obersten Gerichts unterstrichen wird, die bei schweren Verstößen zwingende Freiheitsstrafen vorsieht. Für Unternehmen, die Innenausbauprojekte oder saisonale Gastronomiebetriebe betreiben, ist die Botschaft klar: Subunternehmer müssen sorgfältig geprüft, Kopien von Arbeitserlaubnissen aufbewahrt und die Echtheit von Reisedokumenten verifiziert werden. Einwanderungsbeamte führen nun routinemäßig vor Ort sogenannte „erste Vulnerabilitäts-Screenings“ durch, um Anzeichen von Menschenhandel oder Zwangsarbeit zu erkennen, und leiten bei Auffälligkeiten umfassende Befragungen ein. Opfer erhalten medizinische Versorgung und Unterkünfte, während Unternehmen, die in die illegalen Praktiken verwickelt sind, mit Imageschäden und Lizenzentzug rechnen müssen. Die Durchsetzungsaktion fällt mit dem anhaltenden Arbeitskräftemangel in Hongkong zusammen – offizielle Zahlen zeigen 180.000 offene Stellen im Dienstleistungs- und Bausektor – und verdeutlicht die heikle Balance zwischen der Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte über offizielle Programme und der Bekämpfung illegaler Beschäftigung. Personalverantwortliche sollten sich mit den Schnellverfahren des Supplementary Labour Scheme vertraut machen und den Einsatz nicht geprüfter Arbeitsvermittler vermeiden. Anonyme Hinweise auf verdächtige Aktivitäten können rund um die Uhr über die Hotline des ImmD (185 185) oder das Online-Portal gemeldet werden.
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