
Nur sechs Wochen nach dem Start des EU-Ein- und Ausreisesystems (EES) ist der Flughafen Gran Canaria zum neuen Brennpunkt der biometrischen Kontrollen geworden. Reisende berichteten am Wochenende – den Hauptwechsel-Tagen der Ferien auf den Kanarischen Inseln – von Wartezeiten von bis zu drei Stunden an der Passkontrolle. Defekte Terminals zwangen die Beamten immer wieder, zwischen manueller Stempelung und Fingerabdruck-/Gesichtsscans zu wechseln. Fotos in sozialen Medien zeigen Schlangen, die sich durch die gesamte Ankunftshalle ziehen.
Das seit dem 10. April 2026 voll funktionsfähige EES erfasst die Ein- und Ausreise aller Nicht-EU-Bürger und ersetzt die physischen Passstempel, die bisher zur Durchsetzung der 90/180-Tage-Schengen-Regel dienten. Die 395 Millionen Euro teure Einführung an Spaniens Außenflughäfen sollte den Ablauf beschleunigen; stattdessen berichten Fluggesellschaften und Bodenpersonal, dass schon kurze Ausfälle pro Passagier fünf Minuten Verzögerung verursachen – was sich bei mehreren gleichzeitig ankommenden Großraumflügen schnell summiert. Besonders betroffen sind britische Besucher, die 38 % des Tourismusmarktes auf den Kanaren ausmachen.
Der Branchenverband Ashotel und die kanarische Regionalregierung fordern Madrid und Brüssel auf, dem Beispiel Griechenlands zu folgen und die verpflichtenden biometrischen Kontrollen während der Sommer-Hauptsaison auszusetzen. Sie warnen, dass Imageschäden die Erholung des Archipels gefährden könnten: Der Tourismus macht 35 % des lokalen BIP aus und sichert jeden dritten Arbeitsplatz. Oppositionsabgeordnete der Partido Popular plädieren dafür, den Inseln einen „Sonderstatus“ zu gewähren, der eine gezielte Lockerung erlaubt, sobald die Wartezeiten eine Stunde überschreiten.
Der spanische Flughafenbetreiber AENA hat zusätzliches Personal eingesetzt, Überlaufspuren geöffnet und arbeitet mit der Nationalpolizei daran, kurze „Abschaltfenster“ zu genehmigen, die laut EU-Regeln bei Wartezeiten über 45 Minuten erlaubt sind. Geschäftsreisende sollten ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, dass Fast-Track-Spuren (einschließlich Fast Lane und Gold Passport) derzeit bei Ausfall der EES-Geräte nicht verfügbar sind und Anschlussflüge mit weniger als zwei Stunden Umsteigezeit an spanischen Drehkreuzen nicht mehr sicher sind.
Blickt man voraus, deuten die Warteschlangen auf größere Herausforderungen hin, wenn Ende 2026 die EU-Reisegenehmigung ETIAS eingeführt wird. Bleibt die Zuverlässigkeit aus, riskiert Spanien, zahlungskräftige Besucher an Wettbewerber zu verlieren, die die biometrische Erfassung bereits ausgesetzt haben. Unternehmen, die diesen Sommer Incentive-Reisen oder Konferenzen auf den spanischen Inseln planen, sollten größere Zeitpuffer einplanen und Charterflüge zu ruhigeren Flughäfen wie Fuerteventura oder La Palma in Betracht ziehen.
Das seit dem 10. April 2026 voll funktionsfähige EES erfasst die Ein- und Ausreise aller Nicht-EU-Bürger und ersetzt die physischen Passstempel, die bisher zur Durchsetzung der 90/180-Tage-Schengen-Regel dienten. Die 395 Millionen Euro teure Einführung an Spaniens Außenflughäfen sollte den Ablauf beschleunigen; stattdessen berichten Fluggesellschaften und Bodenpersonal, dass schon kurze Ausfälle pro Passagier fünf Minuten Verzögerung verursachen – was sich bei mehreren gleichzeitig ankommenden Großraumflügen schnell summiert. Besonders betroffen sind britische Besucher, die 38 % des Tourismusmarktes auf den Kanaren ausmachen.
Der Branchenverband Ashotel und die kanarische Regionalregierung fordern Madrid und Brüssel auf, dem Beispiel Griechenlands zu folgen und die verpflichtenden biometrischen Kontrollen während der Sommer-Hauptsaison auszusetzen. Sie warnen, dass Imageschäden die Erholung des Archipels gefährden könnten: Der Tourismus macht 35 % des lokalen BIP aus und sichert jeden dritten Arbeitsplatz. Oppositionsabgeordnete der Partido Popular plädieren dafür, den Inseln einen „Sonderstatus“ zu gewähren, der eine gezielte Lockerung erlaubt, sobald die Wartezeiten eine Stunde überschreiten.
Der spanische Flughafenbetreiber AENA hat zusätzliches Personal eingesetzt, Überlaufspuren geöffnet und arbeitet mit der Nationalpolizei daran, kurze „Abschaltfenster“ zu genehmigen, die laut EU-Regeln bei Wartezeiten über 45 Minuten erlaubt sind. Geschäftsreisende sollten ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, dass Fast-Track-Spuren (einschließlich Fast Lane und Gold Passport) derzeit bei Ausfall der EES-Geräte nicht verfügbar sind und Anschlussflüge mit weniger als zwei Stunden Umsteigezeit an spanischen Drehkreuzen nicht mehr sicher sind.
Blickt man voraus, deuten die Warteschlangen auf größere Herausforderungen hin, wenn Ende 2026 die EU-Reisegenehmigung ETIAS eingeführt wird. Bleibt die Zuverlässigkeit aus, riskiert Spanien, zahlungskräftige Besucher an Wettbewerber zu verlieren, die die biometrische Erfassung bereits ausgesetzt haben. Unternehmen, die diesen Sommer Incentive-Reisen oder Konferenzen auf den spanischen Inseln planen, sollten größere Zeitpuffer einplanen und Charterflüge zu ruhigeren Flughäfen wie Fuerteventura oder La Palma in Betracht ziehen.
Quelle: The Olive Press
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