
Versteckt im detaillierten Anhang der Mai-Veröffentlichung zu den „Monatlichen Anträgen auf Einreisevisa“ zeigt sich ein bemerkenswerter Trend: Die Ablehnungen von Arbeitsvisa aufgrund nicht erfüllter Englisch-Sprachanforderungen stiegen im ersten Quartal 2026 auf 1.920 – ein Anstieg von 18 % gegenüber dem Vorquartal. Dieser Anstieg fällt mit der Einführung des neuen B2-Standards im Januar zusammen. Bewerber für das Skilled Worker-Visum machten 78 % der Ablehnungen aus. Eine Analyse der Personalberatung WorkGlobal legt nahe, dass viele aus Ländern stammen, in denen SELT-Testplätze knapp sind, weshalb einige Kandidaten auf Nachweise von englischsprachigen Hochschulabschlüssen zurückgriffen, die das UKVI später als unzureichend bewertete. Für Sponsoren ist dies mehr als nur ein Compliance-Problem: Jede Ablehnung verbraucht ein Zertifikat zur Arbeitserlaubnis (Certificate of Sponsorship) und kann Projektstarttermine um Monate verzögern. Experten empfehlen, Abschlussdokumente frühzeitig über Ecctis prüfen zu lassen, noch bevor das CoS vergeben wird, und gegebenenfalls die Kosten für Wiederholungsprüfungen zu übernehmen. Die Daten untermauern Forderungen nach einer Ausweitung der SELT-Testzentren und klareren Anweisungen des Innenministeriums. Bis dahin müssen Mobilitätsteams ein höheres Risiko in ihre Planung einrechnen, insbesondere bei zeitkritischen Entsendungen.
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