
Einwanderungsministerin Lena Metlege Diab bestätigte am 16. Juni im Unterhaus, dass Dutzende von Personen, die kürzlich im Rahmen des im letzten Jahr verabschiedeten Gesetzes C-3 eine Staatsbürgerschaftsbescheinigung erhalten haben, aufgefordert wurden, diese zurückzugeben. Die Schreiben von IRCC weisen darauf hin, dass Ahnenforschungs-Websites und sekundäre Dokumente nicht ausreichen und die Antragsteller primäre Nachweise vorlegen müssen, die jede Generation mit Kanada verbinden. Das am 15. Dezember 2025 in Kraft getretene Gesetz C-3 stellte die Staatsbürgerschaft durch Abstammung für alle Personen wieder her, die vor diesem Datum geboren wurden und mindestens einen kanadischen Vorfahren haben. Mehr als 4.000 Menschen haben bereits davon profitiert, doch die Ministerin erklärte, dass einige sich auf unvollständige oder ungenaue Unterlagen verlassen haben könnten. Nach dem Staatsbürgerschaftsgesetz liegt die Beweislast für die Abstammung in jeder Generation beim Antragsteller; ein Versäumnis gilt als Falschangabe und kann ein Widerrufsverfahren auslösen. Für multinationale Arbeitgeber ist dieser Vorfall eine Warnung, dass neue Mitarbeiter, die ihre kanadische Staatsbürgerschaft über Abstammung geltend machen, möglicherweise noch keinen sicheren Status haben. Personalabteilungen sollten vor der Einstellung Originaldokumente – wie Standesamtsunterlagen, ausführliche Geburtsurkunden und gegebenenfalls beglaubigte Übersetzungen – anfordern, bevor sie davon ausgehen, dass die Bewerber uneingeschränkte Mobilitätsrechte besitzen. Betroffene Personen können praktisch weiterhin in Kanada leben und arbeiten, bis IRCC eine endgültige Entscheidung trifft, riskieren jedoch den Verlust ihrer Sozialversicherungsnummer, Krankenversicherung und die Möglichkeit, Familienangehörige zu sponsern, falls ihre Bescheinigungen widerrufen werden. Rechtliche Berater empfehlen, proaktiv Kirchenbücher, ausländische Zivilstandsregister und DNA-Gutachten zu beschaffen, um die Akten zu untermauern. Die Verschärfung der Kontrollen signalisiert zudem eine strengere Prüfung von Staatsbürgerschaftsansprüchen durch Abstammung im Vorfeld der für 2027 geplanten Ausweitung der Grenzen für die erste Generation. Unternehmen, die Passmobilität für den globalen Personaleinsatz nutzen, sollten die erwarteten regulatorischen Änderungen genau beobachten und alternative Arbeitserlaubniswege in ihre Nachfolgeplanung einbeziehen.
Quelle: CityNews / The Canadian Press
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