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Europäische Kommission startet Ausschreibung über 1,1 Milliarden Euro zur Modernisierung von TEN-T-Schienen-, Hafen- und Militärmobilitätsverbindungen

Juni 20, 2026
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Europäische Kommission startet Ausschreibung über 1,1 Milliarden Euro zur Modernisierung von TEN-T-Schienen-, Hafen- und Militärmobilitätsverbindungen
Am 19. Juni hat die Europäische Kommission die letzte Ausschreibung des Connecting Europe Facility (CEF) im aktuellen Haushaltszyklus gestartet und stellt dafür 1,1 Milliarden Euro für Projekte bereit, die Engpässe im transeuropäischen Verkehrsnetz (TEN-T) beseitigen sollen. Prioritäre Bereiche sind Hochgeschwindigkeitsbahnstrecken durch Belgien, die Elektrifizierung von Straßengüterverkehrsknotenpunkten am Flughafen Brüssel und im Hafen Zeebrügge sowie Modernisierungen, die den Einsatz schwerer Militärfahrzeuge auf ziviler Infrastruktur ermöglichen. Der belgische Verkehrsminister Georges Gilkinet begrüßte die Ausschreibung und wies darauf hin, dass Züge auf der Strecke Brüssel-Amsterdam an manchen Stellen wegen veralteter Signaltechnik noch mit nur 160 km/h fahren. Die Bundesinfrastrukturagentur Infrabel bestätigte, dass sie Vorschläge zur Kofinanzierung der ETCS Level 2-Einführung auf der Achse Brüssel-Antwerpen-Rotterdam sowie zur Verstärkung wichtiger Brücken auf der Autobahn E40 für eine doppelte zivile und militärische Nutzung einreichen wird. Aus Sicht der Unternehmensmobilität können die CEF-Zuschüsse die Reisezeiten für grenzüberschreitende Pendler verkürzen und Verzögerungen im Güterverkehr multinationaler Lieferketten reduzieren. Bei Bewilligung könnten die Mittel für die Elektrifizierung zudem die Flotten elektrischer Busse auf der Luftseite des Flughafens Brüssel erweitern und so die Nachhaltigkeitskennzahlen von Firmenreisekonzepten verbessern. Bewerbungen sind bis zum 6. Oktober 2026 einzureichen, die Zuschussvereinbarungen werden im ersten Quartal 2027 erwartet. Weltweit tätige Unternehmen mit großen belgischen Standorten sollten Konsortialmöglichkeiten im Blick behalten: Bis zu 85 % der Kosten für Pilotprojekte können übernommen werden, und private Akteure sind teilnahmeberechtigt, sofern sie mit einem öffentlichen Infrastrukturbetreiber kooperieren.
Quelle: The Brussels Times

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