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Hochrangige Vertreter des Prager Prozesses treffen sich in Skopje, um die Zusammenarbeit bei Arbeitsmigration voranzutreiben

Juni 24, 2026
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Hochrangige Vertreter des Prager Prozesses treffen sich in Skopje, um die Zusammenarbeit bei Arbeitsmigration voranzutreiben
Hochrangige Vertreter aus den 50 Ländern des Prager Prozesses – darunter eine fünfköpfige tschechische Delegation unter Leitung der Abteilung für Asyl- und Migrationspolitik des Innenministeriums – trafen sich am 23. und 24. Juni 2026 in Skopje zu ihrem jährlichen Koordinierungstreffen. Der Prager Prozess ist eine von der EU unterstützte Plattform, die sich auf Migrationspartnerschaften entlang der „Prager Route“ von Zentralasien nach Mitteleuropa konzentriert. Auf der diesjährigen Agenda standen zwei Punkte, die für die Mobilität von Fachkräften in Unternehmen besonders relevant sind. Zum einen verabschiedeten die Delegationen Entwürfe für Leitlinien zur gegenseitigen Anerkennung digitaler Qualifikationen, um innerbetriebliche Versetzungen von IT-Spezialisten zu erleichtern – ein langjähriger tschechischer Schwerpunkt angesichts des chronischen Fachkräftemangels im Technologiesektor. Zum anderen einigte man sich auf Pilotprojekte für „Mobilitätsabkommen“, die es den teilnehmenden Staaten des westlichen Balkans ermöglichen sollen, Saisonarbeitskräfte während der Hochphasen in der Produktion schneller nach Tschechien und Polen zu entsenden, wobei Rückkehranreize von der Europäischen Kommission finanziert werden. Beim Treffen in Skopje wurde zudem die erste Halbjahresbilanz des EU-Einreise-/Ausreisesystems gezogen. Tschechische Vertreter teilten Erfahrungen mit dem biometrischen Erfassungsprozess am Flughafen Prag, den andere Staaten als Vorbild übernehmen wollen. Ein Folgetreffen in Form eines technischen Workshops wird im Oktober von der Tschechischen Polizeiakademie ausgerichtet. Unternehmen, die auf Fachkräfte aus Partnerländern des Prager Prozesses – insbesondere Nordmazedonien, Serbien und der Ukraine – angewiesen sind, sollten die bevorstehenden Vorlagen für Mobilitätsabkommen genau verfolgen. Werden diese ratifiziert, könnten sich die Bearbeitungszeiten für kurzfristige Arbeitsvisa laut Entwurf von 90 auf nur 30 Tage verkürzen.
Quelle: Prague Process – ICMPD

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