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Gesundheitsminister schlägt beschleunigte Arbeitserlaubnisse für Pflegekräfte aus Nicht-EU-Ländern vor angesichts eines Personalmangels von 600 Mitarbeitern

Juni 26, 2026
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Gesundheitsminister schlägt beschleunigte Arbeitserlaubnisse für Pflegekräfte aus Nicht-EU-Ländern vor angesichts eines Personalmangels von 600 Mitarbeitern
Am Abend des 25. Juni erklärte Gesundheitsminister Neofytos Charalambides im Repräsentantenhaus, dass die öffentlichen Krankenhäuser Zyperns derzeit einen Mangel von etwa 600 Pflegekräften verzeichnen. Um Versorgungsengpässe zu vermeiden, arbeitet das Ministerium an einer Verordnung, die es Krankenhäusern ermöglichen soll, qualifizierte Pflegekräfte aus Drittstaaten für jeweils zwei Jahre unter strengen Auflagen einzustellen. Laut Plan dürfen Pflegekräfte aus Nicht-EU-Ländern höchstens 10 % des Personals in jeder Einrichtung ausmachen und keine Leitungsfunktionen übernehmen. Die Bewerber müssen Griechischkenntnisse auf B2-Niveau nachweisen, anerkannte Berufslizenzen vorlegen und eine Sicherheitsüberprüfung durch das Amt für Zivilstand und Migration bestehen, bevor eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erteilt wird. Gewerkschaften werden konsultiert, doch die Behörden betonen, dass es sich um eine Notfallmaßnahme handelt, die lokale Rekrutierungsinitiativen oder EU-weite Einstellungsprogramme nicht ersetzt. Für Fachleute im Bereich globale Mobilität ist der Vorschlag bemerkenswert, da Zypern bislang die Einstellung von Drittstaatsangehörigen in sensiblen öffentlichen Bereichen stark eingeschränkt hat. Eine feste Pflegequote würde einen formellen Weg schaffen – inklusive Sprach- und Qualifikationsanforderungen –, den später auch private Gesundheitsanbieter übernehmen könnten. Arbeitgeber sollten mit Bearbeitungszeiten für die Anerkennung von Qualifikationen (derzeit 6–8 Wochen) rechnen und mögliche Prüfungen für medizinische Lizenzen in Zypern einplanen. Die Ankündigung deutet zudem auf künftige Änderungen der Einwanderungsbestimmungen hin. Die Behörden prüfen, ob der bestehende „Fast-Track für Hochqualifizierte“ – bisher vor allem bei IT-Firmen beliebt – auf kritische Berufe wie Pflege, Ingenieurwesen und Altenpflege ausgeweitet werden kann. Bei Annahme könnten die neuen Regelungen noch vor der Hauptsaison in Kraft treten, wenn die Krankenhäuser mit saisonalen Patientenzahlen zu kämpfen haben. Unternehmen, die Familienangehörige von Pflegekräften mit einreisen lassen, sollten beachten, dass diese unter die regulären Familiennachzugsbestimmungen fallen, die einen Wohnnachweis und Mindesteinkommensgrenzen verlangen. Personalabteilungen sollten frühzeitig Übersetzungskosten einplanen und Kontakt zu zypriotischen Auslandsvertretungen in den Herkunftsländern aufnehmen, um Einreisevisa zu sichern, sobald das Programm startet.
Quelle: Cyprus Mail

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