
In einer Mitteilung an die Shanghai Stock Exchange am 26. Juni bestätigte China Eastern Airlines den Kauf von 25 Airbus A330-900neo-Flugzeugen zum Katalogpreis von 9,35 Milliarden US-Dollar, mit Lieferungen zwischen 2029 und 2033. Der am selben Tag in Shanghai ausgehandelte Vertrag stärkt die Präsenz des europäischen Herstellers in dem Marktsegment der Großraumflugzeuge, das Airbus als das weltweit am schnellsten wachsende prognostiziert. China Eastern erklärte, dass die mit Rolls-Royce Trent 7000-Triebwerken ausgestatteten zweigängigen Jets am Standort Shanghai Pudong stationiert werden, um „interkontinentale Ziele zu erweitern und die Flugfrequenzen zu erhöhen“, wodurch der Hub zu einem stärkeren Drehkreuz für Europa, Ozeanien und Südamerika wird. Zehn ältere A330-200 werden während des Lieferzeitraums ausgemustert, was einen Netto-Kapazitätszuwachs von etwa 7.500 Langstreckensitzen pro Woche bedeutet. Für globale Mobilitätsteams signalisiert dies eine weiterhin verbesserte Verfügbarkeit von Premium-Kabinen ab Chinas Wirtschaftsmetropole, wo die Auslastung der Business Class seit Februar durchschnittlich bei 87 % liegt. Die 14 % geringere Treibstoffverbrauch des A330neo im Vergleich zu aktuellen Modellen dürfte den Airlines zudem helfen, Zuschläge zu begrenzen, die die Budgets für Geschäftsreisen nach der Pandemie belastet haben. Airbus, das weiterhin auf eine angebliche Bestellung von 500 Flugzeugen aus China hofft, kann diesen Erfolg als Beleg für Pekings Bereitschaft werten, trotz geopolitischer Spannungen über Boeing hinaus zu diversifizieren. Die Finanzierung erfolgt aus eigenen Mitteln von China Eastern, Bankkrediten und einer Auslandsschuldverschreibung von bis zu 2,8 Milliarden RMB, was auf eine gesunde Nachfrage am Kapitalmarkt für Luftfahrtfinanzierungen hinweist. Verantwortliche für Zuweisungen und Reiseleiter sollten die Ankündigungen neuer Strecken genau verfolgen: Analysten sehen Shanghai–Paris, Shanghai–São Paulo (über Madrid) und eine Frequenzsteigerung nach Zürich als vielversprechende Kandidaten für die neue Flotte.
Quelle: Reuters via Investing.com
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