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Leiter des Heimatschutzministeriums an Migranten mit vorübergehendem Schutzstatus: „Status anpassen oder ausreisen“

Juni 29, 2026
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Leiter des Heimatschutzministeriums an Migranten mit vorübergehendem Schutzstatus: „Status anpassen oder ausreisen“
US-Heimatschutzminister Markwayne Mullin nutzte einen Auftritt am Sonntagmorgen in CNNs „State of the Union“, um die bislang härteste Linie gegenüber den mehr als 670.000 Ausländern mit vorübergehendem Schutzstatus (TPS) in den USA anzukündigen. „Entweder füllt ihr die Unterlagen aus und bleibt hier mit einem dauerhaften Status, oder wir helfen euch, in euer Heimatland zurückzukehren“, sagte er und fügte hinzu, dass das Heimatschutzministerium sogar ein Flugticket und eine einmalige Rückkehrhilfe von 2.100 US-Dollar für freiwillige Ausreisen finanzieren werde. Das TV-Interview erfolgte nur drei Tage, nachdem der Oberste Gerichtshof knapp die Befugnis der Trump-Administration bestätigt hatte, TPS für Haiti und Syrien zu beenden – damit ist die letzte rechtliche Hürde für den Ausstieg gefallen, der laut Einwanderungsbefürwortern letztlich 16 Länder betreffen wird. Obwohl das Ministerium noch keine offizielle Bekanntmachung im Bundesanzeiger veröffentlicht hat, macht Mullins Botschaft deutlich, dass TPS-Berechtigte sich darauf einstellen sollten, bereits diesen Sommer 18-monatige Auslaufzeiten zu erhalten. Für Arbeitgeber bringt diese Entwicklung neue Unsicherheiten in ohnehin angespannte Personalplanungen. TPS-Inhaber arbeiten legal in allen wichtigen US-Branchen – vom Bau und Gastgewerbe bis zu Pflegeheimen und Hightech – und Personalabteilungen müssen nun Notfallpläne für den Ersatz von Mitarbeitern ohne Arbeitserlaubnis entwickeln. Unternehmen, die eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung anstreben, sollten ihre PERM- und I-140-Anträge beschleunigen, während andere mit betrieblichen Engpässen und höheren Rekrutierungskosten rechnen müssen. Compliance-Verantwortliche sollten zudem die I-9-Überprüfungspläne überarbeiten: Sobald das Heimatschutzministerium eine offizielle Beendigungsmitteilung herausgibt, erhalten betroffene Mitarbeiter ein konkretes Ablaufdatum für ihre Arbeitserlaubnis (EAD). Arbeitgeber, die die I-9-Formulare nicht rechtzeitig aktualisieren, riskieren Bußgelder von bis zu 2.507 US-Dollar pro Verstoß. Schließlich sollten globale Mobilitätsteams Führungskräfte auf mögliche negative PR-Auswirkungen vorbereiten, falls es zu großflächigen Entlassungen von TPS-Arbeitnehmern in kundenorientierten Bereichen kommt. Auf politischer Ebene deuten Mullins Äußerungen auf eine breitere Strategie der Regierung hin, humanitäre Programme zugunsten der arbeitsbasierten Einwanderung einzuschränken. Beobachter erwarten, dass das Heimatschutzministerium im Herbst einen Regelvorschlag veröffentlicht, der die Anforderungen für neue TPS-Zuweisungen verschärft und von Antragstellern verlangt, nachzuweisen, dass sie keine „öffentliche Last“ werden. Sollte die Regel umgesetzt werden, würde dies die Möglichkeiten für einkommensschwache Migranten weiter einschränken und die Nachfrage nach arbeitgebergesponserten Visa wie H-2B und EB-3 erhöhen.
Quelle: Reuters via The Business Standard

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