
Die Rechtsberatungsgesellschaft DavidsonMorris gab am Montag bekannt, dass das Innenministerium im erwarteten Einwanderungs- und Asylgesetz, das am 30. Juni veröffentlicht werden soll, einen Arbeitgeber-Sponsoring-Weg für anerkannte Flüchtlinge einführen wird. Der am 29. Juni veröffentlichte Artikel, der auf Briefings des Innenministeriums basiert, erklärt, dass dieses Programm neben den bestehenden Modellen für Gemeinschafts- und Universitäts-Sponsoring bestehen wird und Kandidaten in Zusammenarbeit mit dem UNHCR vor deren Reise identifiziert. Sollte der Plan umgesetzt werden, wäre es das erste Mal, dass das britische Sponsoring-System im Stil des Skilled Worker explizit für humanitäre Aufnahmeprogramme genutzt wird. Arbeitgeber könnten Flüchtlinge direkt einstellen, um offene Stellen zu besetzen, womöglich ohne die üblichen Gehaltsgrenzen für Arbeitsvisa einhalten zu müssen, wobei die genauen Regelungen – Lizenzanforderungen, Compliance-Pflichten und Obergrenzen – noch festgelegt werden müssen. Für Unternehmen, die mit akuten Arbeitskräftemangel zu kämpfen haben, insbesondere in den Bereichen Logistik, Bau und Gastgewerbe, könnte dieser Weg eine alternative Talentquelle eröffnen. Mobilitätsmanager müssen jedoch mit zusätzlichen Verpflichtungen bei der Integration rechnen: Arbeitgeber könnten verpflichtet sein, Unterstützung bei der Integration, Sprachunterricht und soziale Betreuung über die üblichen Sponsor-Aufgaben hinaus anzubieten. HR-Systeme müssen die Entwicklung der Flüchtlinge von temporären humanitären Aufenthaltsgenehmigungen bis hin zu möglichen dauerhaften Aufenthaltswegen nachverfolgen. Der Vorschlag hat auch strategische Bedeutung: Indem wirtschaftliche Migration mit Flüchtlingsschutz verknüpft wird, will die Regierung irreguläre Einreisen verhindern und gleichzeitig signalisieren, dass „sichere und legale“ Optionen bestehen – und dabei der britischen Wirtschaft weiterhin ermöglichen, die benötigten Fachkräfte auszuwählen. Multinationale Unternehmen sollten jetzt reagieren und sich bei den Entwurfsregelungen einbringen, um sicherzustellen, dass künftige Obergrenzen, Sektorenzuweisungen oder Compliance-Anforderungen in der Praxis umsetzbar sind.
Quelle: DavidsonMorris
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