
Das Bundesamt für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) veröffentlichte am 30. Juni 2026 seinen jährlichen Verkehrs- und Verfügbarkeitsbericht für 2025 – und die Ergebnisse sind für alle, die Personen oder Güter in der Schweiz transportieren, ernüchternd. Die Gesamtstaulänge auf dem nationalen Autobahnnetz stieg im Jahresvergleich um 20 % auf 68.040 Stunden – das entspricht durchschnittlich 186 Stunden pro Tag – trotz gezielter Verkehrsmanagement-Maßnahmen. Wichtige Nord-Süd-Achsen, die für den grenzüberschreitenden Handel essenziell sind, wie die A2 von Basel bis Chiasso und der Gotthard-Korridor, bleiben chronische Engpässe. Fast 89 % der Staus sind auf das reine Verkehrsaufkommen zurückzuführen und nicht auf Baustellen oder Unfälle, was darauf hindeutet, dass die strukturelle Kapazität erschöpft ist. Der Bericht warnt, dass bereits kleinere Zwischenfälle nunmehr zu mehrstündigen Rückstaus führen, die sich auf kantonale Strassen ausweiten und die Zuverlässigkeit von Fahrplänen für Logistikunternehmen und Pendler gleichermaßen beeinträchtigen. Um dem Druck entgegenzuwirken, beschleunigt das Bundesamt für Strassen (ASTRA) Projekte zum „dynamischen Pannenstreifenverkehr“ und führt eine nationale Verkehrsmanagement-Plattform ein, die Geschwindigkeitsbegrenzungen und Fahrstreifennutzung in Echtzeit anpassen kann. Langfristige Entlastung wird jedoch selektive Ausbauprojekte erfordern, die derzeit im milliardenschweren Verkehrskonzept „Transport ’45“ zur Diskussion stehen. Für Manager globaler Mobilität ist die Botschaft klar: Die Reisezeiten auf Schweizer Strassen – und an den Grenzen zu Italien, Frankreich, Deutschland und Österreich – werden voraussichtlich noch unberechenbarer. Unternehmen, die Shuttle-Dienste für Expats oder zeitkritische Lieferketten betreiben, sollten nach Möglichkeit auf Bahn- oder Kombiverkehr umsteigen und größere Zeitpuffer in ihre Tür-zu-Tür-Reiserichtlinien einbauen. Die Ergebnisse haben auch Auswirkungen auf die Migrationspolitik: Sollte die Strassenüberlastung weiter zunehmen, könnte der politische Druck steigen, den Pendlerverkehr aus Nachbarländern zu begrenzen, was möglicherweise zu strengeren Bewilligungsquoten für Grenzgänger in den Grenzkantonen führt.
Quelle: DETEC press release
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Schweiz.Mehr von Schweiz
Alle anzeigen
TILO kündigt kurzfristige Änderungen bei grenzüberschreitenden S50- und RE80-Verbindungen am 11. und 12. Juli an
555 Flüge an einem Tag an den Flughäfen Zürich und Genf gestört