
Tschechische Abgeordnete haben die lang erwartete Reform des Einwanderungsgesetzes – den Entwurf des Gesetzes über die Einreise und den Aufenthalt von Ausländern – in die Endphase gebracht. Laut dem Gesetzgebungs-Tracker der Abgeordnetenkammer wurde der Gesetzentwurf (Sněmovní tisk 144) am 8. Juli 2026 auf die Tagesordnung der 24. Plenarsitzung gesetzt, womit die Voraussetzung für die dritte Lesung noch in diesem Monat geschaffen ist. Bei Verabschiedung ersetzt das 350-seitige Gesetz das bisherige Flickwerk aus Änderungen des Gesetzes 326/1999 und setzt das EU-Talent-Anziehungspaket 2024 um.
Wesentliche Neuerungen sind digitale Aufenthaltstitel mit biometrischen Wallets, ein neuer „Business Mobility Pass“ für innerbetriebliche Versetzungen, der in den Visegrád-4-Staaten gilt, sowie strengere Compliance-Regeln, die der Ausländerpolizei erlauben, Langzeitvisa zu widerrufen, wenn Arbeitgeber Lohnzusagen nicht einhalten. Für internationale HR-Teams ist vor allem die Beschleunigung entscheidend: Das Innenministerium verspricht, dass das neue Online-Portal die Bearbeitungszeit für Mitarbeiterkarten von durchschnittlich 90 auf 45 Tage halbiert.
Zudem wird die Gehaltsschwelle für die Blaue Karte an den EU-Durchschnittslohn (1,0-facher Multiplikator) angepasst, wodurch die tschechische Schwelle für 2025 um etwa 10.000 CZK pro Monat sinkt. Im Gegenzug müssen Ehepartner bei der Verlängerung grundlegende Tschechischkenntnisse (A1) nachweisen. Wirtschaftsverbände wie die Amerikanische Handelskammer unterstützen die Reform und betonen, dass sie Fabriken in Pilsen und Brünn helfen wird, erfahrene Ingenieure zu gewinnen. NGOs warnen jedoch, dass das vorgeschlagene beschleunigte Verfahren zur Abschiebung von Visumsüberschreitern unzureichende gerichtliche Kontrolle aufweist.
Die Debatte am 8. Juli dauerte zwei Stunden, die Oppositionsparteien reichten 17 Änderungsanträge ein, die überwiegend auf eine Verschärfung der Hintergrundprüfungen abzielen. Nächste Schritte: Die dritte Lesung könnte bereits am 15. Juli stattfinden; bei Zustimmung der Abgeordnetenkammer wird der Senat voraussichtlich nach der Sommerpause zustimmen, mit Inkrafttreten zum 1. Januar 2027. Unternehmen sollten ihre derzeitigen Entsandten den neuen Aufenthaltstitelkategorien zuordnen und Systemintegrationskosten für die biometrischen Wallets einplanen.
Wesentliche Neuerungen sind digitale Aufenthaltstitel mit biometrischen Wallets, ein neuer „Business Mobility Pass“ für innerbetriebliche Versetzungen, der in den Visegrád-4-Staaten gilt, sowie strengere Compliance-Regeln, die der Ausländerpolizei erlauben, Langzeitvisa zu widerrufen, wenn Arbeitgeber Lohnzusagen nicht einhalten. Für internationale HR-Teams ist vor allem die Beschleunigung entscheidend: Das Innenministerium verspricht, dass das neue Online-Portal die Bearbeitungszeit für Mitarbeiterkarten von durchschnittlich 90 auf 45 Tage halbiert.
Zudem wird die Gehaltsschwelle für die Blaue Karte an den EU-Durchschnittslohn (1,0-facher Multiplikator) angepasst, wodurch die tschechische Schwelle für 2025 um etwa 10.000 CZK pro Monat sinkt. Im Gegenzug müssen Ehepartner bei der Verlängerung grundlegende Tschechischkenntnisse (A1) nachweisen. Wirtschaftsverbände wie die Amerikanische Handelskammer unterstützen die Reform und betonen, dass sie Fabriken in Pilsen und Brünn helfen wird, erfahrene Ingenieure zu gewinnen. NGOs warnen jedoch, dass das vorgeschlagene beschleunigte Verfahren zur Abschiebung von Visumsüberschreitern unzureichende gerichtliche Kontrolle aufweist.
Die Debatte am 8. Juli dauerte zwei Stunden, die Oppositionsparteien reichten 17 Änderungsanträge ein, die überwiegend auf eine Verschärfung der Hintergrundprüfungen abzielen. Nächste Schritte: Die dritte Lesung könnte bereits am 15. Juli stattfinden; bei Zustimmung der Abgeordnetenkammer wird der Senat voraussichtlich nach der Sommerpause zustimmen, mit Inkrafttreten zum 1. Januar 2027. Unternehmen sollten ihre derzeitigen Entsandten den neuen Aufenthaltstitelkategorien zuordnen und Systemintegrationskosten für die biometrischen Wallets einplanen.
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