
Eine neue Analyse des Flüchtlingsrats zeigt, dass seit der Aussetzung des Familiennachzugs für Flüchtlinge durch das Innenministerium vor zehn Monaten insgesamt 16.300 Menschen – darunter mehr als 9.000 Kinder – daran gehindert wurden, sich mit nahen Verwandten im Vereinigten Königreich zu vereinen. Die zuvor bestehende Regelung, die anerkannten Flüchtlingen erlaubte, Ehepartner und Kinder unter 18 Jahren nachzuholen, wurde im September letzten Jahres im Rahmen umfassender Reformen des Asylsystems ausgesetzt. Die Minister betonten damals, die Aussetzung werde im Frühjahr 2026 enden, doch ein konkretes Wiederaufnahme-Datum steht noch aus.
Die Modellrechnung der Wohltätigkeitsorganisation vergleicht die vom Innenministerium veröffentlichten Genehmigungen im Jahr vor der Aussetzung mit aktuellen Daten. Das Ergebnis: Der Rückstau zwingt verletzliche Familien dazu, in Konfliktgebieten zu verbleiben oder gefährliche, oft über Schleuser organisierte, irreguläre Reisen über den Ärmelkanal zu unternehmen. Frauen und Kinder machen neun von zehn Antragstellern in der betroffenen Gruppe aus.
Personalverantwortliche in Unternehmen könnten die Politik als Randthema der Einwanderung für Fachkräfte ansehen, doch die Folgen sind bereits bei Arbeitgebern spürbar, die humanitäre Patenschaftsprogramme betreiben oder Flüchtlinge über Gemeinschaftssponsoring rekrutieren. Viele bestehende Mitarbeitende leiden unter langer Trennung von Ehepartnern und Kindern, was sich negativ auf Wohlbefinden, Mitarbeiterbindung und Produktivität auswirkt. Einige Unternehmen finanzieren inzwischen private Unterkünfte und Rechtsberatung für Mitarbeitende, deren Angehörige im Ausland festsitzen.
Quellen im Innenministerium teilten dem Guardian mit, dass ein überarbeiteter Prozess „später in diesem Jahr“ wieder aufgenommen wird – allerdings mit strengeren Zulassungskriterien. Aktivisten befürchten, dass höhere Einkommensgrenzen oder Englischkenntnisse viele berechtigte Fälle faktisch ausschließen werden. Organisationen, die Flüchtlingstalente fördern, sollten das kommende Einwanderungs- und Asylgesetz auf Änderungen beim Familiennachzug aufmerksam verfolgen und ihre Personalrichtlinien entsprechend anpassen.
Bis dahin werden Abteilungen für Reisesicherheit aufgefordert, Mitarbeitende, die informelle Wege ins Vereinigte Königreich erwägen, über die erheblichen rechtlichen und sicherheitsrelevanten Risiken aufzuklären.
Die Modellrechnung der Wohltätigkeitsorganisation vergleicht die vom Innenministerium veröffentlichten Genehmigungen im Jahr vor der Aussetzung mit aktuellen Daten. Das Ergebnis: Der Rückstau zwingt verletzliche Familien dazu, in Konfliktgebieten zu verbleiben oder gefährliche, oft über Schleuser organisierte, irreguläre Reisen über den Ärmelkanal zu unternehmen. Frauen und Kinder machen neun von zehn Antragstellern in der betroffenen Gruppe aus.
Personalverantwortliche in Unternehmen könnten die Politik als Randthema der Einwanderung für Fachkräfte ansehen, doch die Folgen sind bereits bei Arbeitgebern spürbar, die humanitäre Patenschaftsprogramme betreiben oder Flüchtlinge über Gemeinschaftssponsoring rekrutieren. Viele bestehende Mitarbeitende leiden unter langer Trennung von Ehepartnern und Kindern, was sich negativ auf Wohlbefinden, Mitarbeiterbindung und Produktivität auswirkt. Einige Unternehmen finanzieren inzwischen private Unterkünfte und Rechtsberatung für Mitarbeitende, deren Angehörige im Ausland festsitzen.
Quellen im Innenministerium teilten dem Guardian mit, dass ein überarbeiteter Prozess „später in diesem Jahr“ wieder aufgenommen wird – allerdings mit strengeren Zulassungskriterien. Aktivisten befürchten, dass höhere Einkommensgrenzen oder Englischkenntnisse viele berechtigte Fälle faktisch ausschließen werden. Organisationen, die Flüchtlingstalente fördern, sollten das kommende Einwanderungs- und Asylgesetz auf Änderungen beim Familiennachzug aufmerksam verfolgen und ihre Personalrichtlinien entsprechend anpassen.
Bis dahin werden Abteilungen für Reisesicherheit aufgefordert, Mitarbeitende, die informelle Wege ins Vereinigte Königreich erwägen, über die erheblichen rechtlichen und sicherheitsrelevanten Risiken aufzuklären.
Quelle: The Guardian
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