
Das Department für Unternehmen, Handel und Beschäftigung (DETE) veröffentlichte am 17. Juli stillschweigend seinen neuesten Bearbeitungskalender und bestätigte damit, dass Anträge auf Critical Skills Employment Permit (CSEP), die am 1. Juli 2026 eingereicht wurden, erst jetzt geprüft werden. Bei den Anträgen für das General Employment Permit (GEP) liegt die Bearbeitung noch weiter zurück; hier sind die Sachbearbeiter noch mit Fällen vom 10. Juni beschäftigt. Verlängerungsanträge für die meisten Permit-Typen werden derzeit bis zum 8. April bearbeitet, während Überprüfungen und Berufungen erst Ende 2025 anstehen. Das Update verdeutlicht den Druck auf das irische Beschäftigungserlaubnissystem, da die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt in den Bereichen Bau, Gesundheitswesen und IT im Vorfeld der EU-Ratspräsidentschaft Irlands stark ansteigt. Offizielle Statistiken zeigen einen Anstieg der Neuanträge um 17 % im Vergleich zum Vorjahr in der ersten Hälfte 2026. Laut der Branchenvereinigung Tech Ireland sind mindestens 2.700 Stellen für Softwareentwickler unbesetzt, da die Entscheidungen zu den Genehmigungen noch ausstehen. Die Verzögerungen wirken sich negativ auf die Mobilität und Projektzeitpläne aus. Viele Antragsteller müssen ihre Flüge verschieben, bis ihre Genehmigungen vorliegen; andere reisen als Geschäftsbesucher ein und riskieren, die erlaubte Aufenthaltsdauer zu überschreiten. Personalabteilungen planen daher zusätzliche Vorlaufzeiten – meist 12 Wochen – für CSEP-Einstellungen ein und raten den Mitarbeitern, Reisen erst nach Erhalt des elektronischen Vorabgenehmigungsschreibens anzutreten. Das DETE hat zehn Sachbearbeiter von der Workplace Relations Commission abgezogen und plant, die Akten-Scans auszulagern, um die manuelle Dateneingabe zu reduzieren. Eine öffentliche Konsultation zu Quotenänderungen endet am 18. August, danach könnten Minister die Beschränkungen für Maurer, Busfahrer und bestimmte Pflegeberufe aufheben. Arbeitgeber sollten derzeit: (1) vollständige Anträge mit Nachweisen zur Krankenversicherung und Begründungen für den Fachkräftemangel einreichen, um Verzögerungen durch Nachfragen zu vermeiden; (2) den Trusted Partner-Weg des DETE nutzen, der im Schnitt drei Wochen schneller ist; und (3) den Arbeitsbeginn für Stellen, die noch eine neue Genehmigung benötigen, nicht vor Oktober planen.