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Stau vor dem Gotthard-Tunnel: 20 Kilometer lange Warteschlangen zum Start der Schweizer Ferienreise

Juli 21, 2026
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Stau vor dem Gotthard-Tunnel: 20 Kilometer lange Warteschlangen zum Start der Schweizer Ferienreise
Der Sommerreiseverkehr in der Schweiz erreichte an diesem Wochenende seinen Höhepunkt – und brachte den Verkehr buchstäblich zum Stillstand. Am Samstag und Sonntag bildeten sich am Nordportal des Gotthard-Strassentunnels Staus von bis zu 20 Kilometern, was für Autofahrer in Richtung Tessin und Italien Wartezeiten von über drei Stunden bedeutete. Am Montagmorgen hatten sich die Staus zwar auf 14 Kilometer verkürzt, lagen aber laut Touring Club Schweiz (TCS) weiterhin deutlich über dem saisonalen Durchschnitt. Der Gotthard-Tunnel ist die wichtigste Nord-Süd-Verbindung des Landes und eine zentrale Handelsroute für Mitteleuropa. Das hohe Verkehrsaufkommen in den Ferien fiel mit Fahrbahnverengungen aufgrund von Sanierungsarbeiten im 17 Kilometer langen Tunnel zusammen, was die Kapazität zusätzlich einschränkte. Die Polizei rief Autofahrer dazu auf, Fahrzeuge nicht auf der Autobahn anzuhalten, nachdem in sozialen Medien Bilder von Reisenden kursierten, die auf dem Pannenstreifen picknickten – ein Verstoß, der mit sofortigen Geldstrafen geahndet werden kann. Die Behörden empfahlen drei Ausweichrouten: die A13 über den San Bernardino, den Simplonpass über die A9 sowie die Route über den Grossen Sankt Bernhard nach Italien. Doch auch auf diesen Umleitungen war das Verkehrsaufkommen überdurchschnittlich hoch, da viele Fahrer den Engpass umgehen wollten. Bewohner von Uri organisierten in Amsteg eine kleine Demonstration gegen den Verkehrsdurchfluss durch die Bergdörfer und forderten temporäre Transitverbote an den verkehrsintensiven Wochenenden. Für Logistik- und Mobilitätsmanager ist die Staugefahr mehr als nur ein touristisches Ärgernis. Fernverkehrs-Lkw meldeten Ankunftsverzögerungen von bis zu sechs Stunden bei Lieferungen nach Mailand und Bologna, was die Just-in-Time-Lieferketten gefährdet. Mehrere Schweizer Hersteller verlagerten vorsorglich Exporttransporte auf die Schiene durch den Gotthard-Basistunnel – eine Option, die nur Unternehmen offensteht, die Wochen im Voraus Plätze buchen. Verkehrsexperten warnen, dass ähnliche Staus vom 25. bis 27. Juli sowie am ersten Augustwochenende zu erwarten sind, wenn in Zürich und Baden-Württemberg die Sommerferien beginnen. Unternehmen mit alpenquerenden Lieferketten sollten Nachtfahrten, den Schienengüterverkehr oder die Lagerung von Waren südlich der Alpen in Betracht ziehen, um Risiken zu minimieren.
Quelle: IamExpat Switzerland

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