
In einem wegweisenden Urteil vom 20. Juli 2026 wies der Oberste Gerichtshof Indiens die Berufung der Zentralregierung gegen eine Entscheidung des Delhi High Courts zurück, die die globale Ausschreibung des Außenministeriums (MEA) zur Auslagerung von konsularischen, Pass- und Visadiensten (CPV) an den indischen Vertretungen in Abu Dhabi, Kuwait, Singapur und Canberra aufgehoben hatte. Das dreiköpfige Richtergremium unter Vorsitz von Chief Justice Surya Kant stimmte der Auffassung des High Courts zu, dass der technische Bewertungsprozess undurchsichtig, inkonsistent und verfassungswidrig in Bezug auf die Transparenzanforderungen war.
Während die Aufhebung der gekündigten Verträge bestätigt wurde, erkannte das Gericht die geschäftskritische Bedeutung der Pass- und Visadienstleistungen für Millionen indischer Expats und ausländischer Reisender an. Daher ermächtigte es das MEA und Engineers India Ltd (den staatlichen Projektberater), vorübergehende Servicevereinbarungen zu treffen – entweder durch Verlängerung bestehender Verträge oder durch Ernennung eines Interim-Anbieters – bis eine neue, rechtlich einwandfreie Ausschreibung abgeschlossen ist, idealerweise innerhalb von drei Monaten.
Der Streit geht auf Juli 2025 zurück, als das MEA eine millionenschwere Ausschreibung für 17 indische Vertretungen veröffentlichte, letztlich aber nur für vier davon Verträge vergab. Zwei unterlegene Bieter – E Trav Tech und Verasys – legten Beschwerde ein und kritisierten intransparente Benchmarking-Verfahren, willkürliche Punktabzüge und ungleiche Behandlung der Missionen. Am 15. Juli 2026 gab das Delhi High Court ihnen Recht, annullierte die Vergaben und wies das MEA an, von vorne zu beginnen. Die sofortige Berufung der Regierung sorgte weltweit für Unsicherheit bei Reisenden und Dienstleistungspartnern.
Für Unternehmen, die globale Mobilitätsprogramme verwalten, ist das heutige Urteil ein zweischneidiges Schwert. Kurzfristig könnten fragmentierte Übergangslösungen die Antragsrückstände verlängern – insbesondere in Australien, wo VFS Global seit dem 1. Juli keine neuen Anträge mehr annimmt. Langfristig könnte die Forderung des Obersten Gerichts nach einer zügigen und transparenten Neuausschreibung jedoch ein vorhersehbareres, technologiegestütztes CPV-System schaffen. Mobilitätsmanager sollten ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, bei Passverlängerungen oder indischen Visaanträgen über die vier betroffenen Missionen mehr Vorlaufzeit einzuplanen und die MEA-Hinweise zu temporären Servicefenstern aufmerksam zu verfolgen.
Über die Einzelfälle hinaus unterstreicht das Urteil die zunehmende gerichtliche Kontrolle der öffentlichen Beschaffungsprozesse in Indien. Zukünftige Outsourcing-Verträge – sei es für e-Visa-Plattformen, Grenzkontrolltechnologien oder FRRO-Fallmanagement – werden voraussichtlich klarere Bewertungsmatrizen, Streitbeilegungsklauseln und Leistungsgarantien enthalten, was die Servicequalität für Reisende und Arbeitgeber gleichermaßen verbessern dürfte.
Während die Aufhebung der gekündigten Verträge bestätigt wurde, erkannte das Gericht die geschäftskritische Bedeutung der Pass- und Visadienstleistungen für Millionen indischer Expats und ausländischer Reisender an. Daher ermächtigte es das MEA und Engineers India Ltd (den staatlichen Projektberater), vorübergehende Servicevereinbarungen zu treffen – entweder durch Verlängerung bestehender Verträge oder durch Ernennung eines Interim-Anbieters – bis eine neue, rechtlich einwandfreie Ausschreibung abgeschlossen ist, idealerweise innerhalb von drei Monaten.
Der Streit geht auf Juli 2025 zurück, als das MEA eine millionenschwere Ausschreibung für 17 indische Vertretungen veröffentlichte, letztlich aber nur für vier davon Verträge vergab. Zwei unterlegene Bieter – E Trav Tech und Verasys – legten Beschwerde ein und kritisierten intransparente Benchmarking-Verfahren, willkürliche Punktabzüge und ungleiche Behandlung der Missionen. Am 15. Juli 2026 gab das Delhi High Court ihnen Recht, annullierte die Vergaben und wies das MEA an, von vorne zu beginnen. Die sofortige Berufung der Regierung sorgte weltweit für Unsicherheit bei Reisenden und Dienstleistungspartnern.
Für Unternehmen, die globale Mobilitätsprogramme verwalten, ist das heutige Urteil ein zweischneidiges Schwert. Kurzfristig könnten fragmentierte Übergangslösungen die Antragsrückstände verlängern – insbesondere in Australien, wo VFS Global seit dem 1. Juli keine neuen Anträge mehr annimmt. Langfristig könnte die Forderung des Obersten Gerichts nach einer zügigen und transparenten Neuausschreibung jedoch ein vorhersehbareres, technologiegestütztes CPV-System schaffen. Mobilitätsmanager sollten ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, bei Passverlängerungen oder indischen Visaanträgen über die vier betroffenen Missionen mehr Vorlaufzeit einzuplanen und die MEA-Hinweise zu temporären Servicefenstern aufmerksam zu verfolgen.
Über die Einzelfälle hinaus unterstreicht das Urteil die zunehmende gerichtliche Kontrolle der öffentlichen Beschaffungsprozesse in Indien. Zukünftige Outsourcing-Verträge – sei es für e-Visa-Plattformen, Grenzkontrolltechnologien oder FRRO-Fallmanagement – werden voraussichtlich klarere Bewertungsmatrizen, Streitbeilegungsklauseln und Leistungsgarantien enthalten, was die Servicequalität für Reisende und Arbeitgeber gleichermaßen verbessern dürfte.
Quelle: LiveLaw