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Neue DHS-Regel begrenzt F-1-Studentenaufenthalt auf vier Jahre und verschärft Compliance-Anforderungen für US-Universitäten

Juli 21, 2026
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Neue DHS-Regel begrenzt F-1-Studentenaufenthalt auf vier Jahre und verschärft Compliance-Anforderungen für US-Universitäten
Das Heimatschutzministerium hat eine neue Regelung verabschiedet, die die bisherige unbegrenzte Aufenthaltsdauer („Duration of Status“) für die meisten internationalen F-1-Studierenden beendet und stattdessen einen festen Aufenthalt von vier Jahren vorsieht. Die Regel tritt im September in Kraft. Studierende, die länger bleiben müssen, müssen bei den US-Einwanderungsbehörden (USCIS) eine Verlängerung beantragen und dabei „fortlaufende Vollzeit-Studienleistungen“ nachweisen.

Seit 1978 durften Inhaber eines F-1-Visums in der Regel so lange in den USA bleiben, wie sie für ihr Studium und die genehmigte praktische Ausbildung benötigen („D/S“). Die Heimatschutzbehörde sieht in der neuen Begrenzung die Schließung einer „Schlupfloch“, das es einigen Studierenden ermöglichte, durch Fachwechsel oder Hochschulwechsel unbegrenzt zu bleiben.

Bildungsexperten warnen jedoch, dass der zusätzliche bürokratische Aufwand die internationalen Büros der Universitäten stark belasten und potenzielle Studierende in einem zunehmend wettbewerbsintensiven globalen Bildungsmarkt abschrecken könnte. Die Vier-Jahres-Grenze fällt mit rückläufigen internationalen Einschreibungen zusammen und kommt zusätzlich zu bereits bestehenden Anforderungen wie Social-Media-Prüfungen und Reisebeschränkungen, die das Visaverfahren erschweren.

Neue DHS-Regel begrenzt F-1-Studentenaufenthalt auf vier Jahre und verschärft Compliance-Anforderungen für US-Universitäten


Universitäten, die stark auf internationale Studierende mit vollen Studiengebühren angewiesen sind – insbesondere kleinere staatliche Hochschulen und STEM-Programme für Graduierte – könnten Einnahmeverluste und Talentlücken erleiden, wenn Studierende sich stattdessen für Kanada, Großbritannien oder Australien entscheiden. Auch Arbeitgeber, die Absolventen für das Optional Practical Training oder H-1B-Visa rekrutieren, könnten häufiger mit Verzögerungen bei der Einwanderung rechnen, wenn Verlängerungsanträge sich verzögern.

Praktisch bedeutet dies, dass die zuständigen Schulbeauftragten (DSOs) ihre Protokolle im Student and Exchange Visitor Information System (SEVIS) aktualisieren, Studierende bei der fristgerechten Antragstellung beraten und den Studienfortschritt genauer überwachen müssen. Wird keine Verlängerung vor Ablauf der vier Jahre genehmigt, verlieren Studierende ihren Status, was eine zehnjährige Wiedereinreise-Sperre nach sich ziehen kann. Universitäten arbeiten daher mit automatischen Erinnerungen und Beratungsprogrammen, um dieses Risiko vor dem Herbstsemester zu minimieren.

Für multinationale Unternehmen, die auf in den USA ausgebildete Talente angewiesen sind, könnte die Regel die Zeitfenster für Recruiting auf dem Campus verkürzen und den Pool an Kandidaten mit postgradualer Arbeitserlaubnis verringern. Mobility-Teams sollten die Bearbeitungszeiten der USCIS im Blick behalten und gegebenenfalls mit Gebühren für beschleunigte Verfahren rechnen. Gleichzeitig setzen sich Hochschulverbände juristisch dafür ein, die Regelung zu kippen oder abzuschwächen.
Quelle: WBUR / Associated Press

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