
Am 22. Juli erhielten Personal- und Reiseverwaltungsunternehmen zahlreiche dringende Anfragen, nachdem Gulf News berichtete, dass innerhalb von 24 Stunden mehr als 120 Flüge im Golf-Kooperationsrat gestrichen oder umgebucht wurden. Während die Fluggesellschaften regionale Luftraumbeschränkungen im Zusammenhang mit Spannungen in Westasien als Ursache nannten, entfachte der Vorfall erneut die Debatte über die übermäßige Abhängigkeit vom „Golf-Stopover“-Modell bei Verbindungen zwischen Indien und der westlichen Hemisphäre. Experten empfehlen multinationalen Unternehmen, ihre Duty-of-Care-Klauseln zu aktualisieren und alternative Routen über Singapur, Istanbul oder europäische Drehkreuze einzubeziehen, falls der Golf-Korridor instabil wird. Die Premium-Tarife auf diesen Alternativstrecken liegen derzeit 12 bis 18 Prozent höher, könnten jedoch teure Projektverzögerungen durch verpasste Kundentermine verhindern. Unternehmen sollten zudem ihre Programme für den Wechsel von Schiffsbesatzungen überprüfen, die indische Seeleute über Bahrain und Kuwait leiten – zwei Flughäfen, die am 22. Juli besonders betroffen waren. Versicherer wie AIG und ICICI Lombard bestätigten, dass umfassender Schutz bei Reiseunterbrechungen weiterhin verfügbar ist, jedoch müssen Unternehmen sicherstellen, dass die PNRs mit „any carrier“ versehen sind, um Ansprüche geltend machen zu können. Unterdessen erklärte Indiens Verkehrsministerium, die Lage zu beobachten und bei anhaltenden Flugausfällen zusätzliche bilaterale Sitzplätze mit Nicht-Golf-Drehkreuzen genehmigen zu können.
Quelle: Gulf News / industry analysis
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